Mittwoch, 8. August 2012

REZENSION: Im Stillen umarmt

Autor:   Carmen Bregy
Seiten:  156
Verlag:  Querverlag




Kurzinhalt:

Zwei Frauen, die sich einst liebten. Bis eine ging. Und ihren Fehler zu spät bemerkte. Nun möchte sie die einst (und nun wieder) geliebte Frau zurück. Die wiederum in ihrer "neuen Freiheit" abolut aufgeht.

Das Buch monologisiert die Gefühle derjenigen, die nun unter der Abwesenheit (und sei es "nur" gefühlsmäßigen) der anderen leidet.

Es ist dabei aufgeteilt in die verschiedenen Aufeinandertreffen der beiden (Kapitel: Treffen) und Zeiten, in denen sie beschließen, sich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zu sehen (Kapitel: Zeit ohne Dich).

Diese Zeiten wechseln immer wieder ab, genauso wie die Gefühle der beiden zwischen Liebe, sich entfernen, aufeinander wiederzugehen usw.

Meine Meinung:

Ach, was für ein Buch! Was für ein sprachliches Juwel im so häufigen Liebes-Einerlei! Welche Worte kann ich da finden, um in dieser Rezension wirklich zu beschreiben, was dieses Buch beinhaltet?

Noch nie habe ich in solch einer Vielfalt vom Vermissen eines geliebten Menschen gelesen. Von unerwiderter Liebe. Und den damit verbundenen Gefühlen. Bregy gelingt es, die Vielschichtigkeit dieser Gefühle so virtuos zum Klingen zu bringen, dass man mit jedem Wort mitleidet.

So wunderbare Bilder werden hier erzeugt.

In einigen findet jede(r) sich sicher wieder. Wenn Bregy etwa vom (Er)Frieren schreibt. Oder davon, dass man sich in der anderen auflösen möchte. In ihr Herz legen.

Wunderbare Vergleiche. Eine unglaubliche sprachliche Qualität.

Fazit:

Dieses Buch liest sich poetisch wie ein Gedicht. Für jeden (auch Nicht-Lesben) geeignet, der weiß, was es bedeutet, jemanden wirklich zu vermissen. Und dem auch Sprache geben möchte.


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