Montag, 11. Februar 2013

REZENSION: Emmas Story

Autorin:    Mirjam Müntefering
Verlag:      Bastei Lübbe
Seiten:      300

 

Kurzinhalt:
Emma konnte die von ihr angebetete Frauke nicht für sich gewinnen und versucht ihren Liebeskummer bei Wohnungsbesichtigungen zusammen mit ihrem schwulen Freund Armin in den Griff zu bekommen.
Dabei läuft ihr überraschend ihre alte Feindin aus der Schulzeit, Lu, über den Weg.
Ein Wiedersehen, das Emma in eine ziemliche Krise stürzt.


Meine Meinung:
Im Mittelpunkt von "Emmas Story" (sorry, aber was für ein bekloppter Titel für ein Buch!) steht (Überraschung!) Emma!

Wie so häufig bei den Büchern von Mirjam Müntefering trifft man aber auch Figuren aus ihren vorhergehenden Büchern an, wie etwa Michelin und Angela aus "Die schönen Mütter anderer Töchter".
Die Lesbenszene ist offenbar klein.

Zumindest hat die Autorin aber dazugelernt und lässt nicht mehr das komplette Buch auf irgendwelchen lesbischen Schwofs spielen oder ihre Figuren permanent männerfeindliche Sprüche absondern. Dafür gibt es jetzt den Quoten-Schwulen als männliche Komponente oder Wiedergutmachung für alle vorhergehenden Bücher.
 
Dennoch ist Emma denkbar unsymphatisch. Praktisch auf jeder Seite betont sie, wie schön sie ist, dass Leute sie ständig deswegen anstarren, wie schwer schöne Menschen es im Leben hätten usw.

Damit nicht genug, schreibt sie (natürlich!) gerade auch noch an ihrer Doktorarbeit. Nur schön reicht eben nicht.
Nur schade, dass Frau Müntefering nirgendwo erwähnt, was Emma eigentlich studiert hat. Wäre mal interessant gewesen.
So bleibt diese Figur einfach nur flach - allen Promotionsversuchen zum Trotz.

Dass Emma sich dann auch noch seitenlang über ihre Erlebnisse mit Lu in der Vergangenheit aufregt und es sich dabei um Ereignisse handelt, die andere (vor allem die geneigte Leserin!) nur müde mit den Schultern zucken lassen, geschweige denn, dass frau sich nach einer halben Ewigkeit daran noch erinnern könnte, machen sie auch noch zur überspannten Zicke.

Und das ganze Buch extrem unglaubwürdig, da der Abstand zwischen Emma und Lu auf die Art einfach nur künstlich aufrecht erhalten wird - denn letztlich ist klar, worauf es am Ende hinausläuft.

Fazit:
Besser als die vorhergehenden Bände, aber ich weiß immer noch nicht, was alle an Müntefering als Autorin - außer ihrem prominenten Namen - so toll finden.



Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, dass ich nach deinen vorherigen Aussagen zu den Büchern der Autorin schon amüsiert bin, weil du noch ein weiteres Buch gelesen hast. ;)

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  2. @ Winterkatze

    Mir lässt es einfach keine Ruhe, dass eine Autorin so viele Bücher verlegen kann, die sooooo schlecht sind.
    Ich hoff' die ganze Zeit DAS Buch zu entdecken, dass das alles wieder wettmacht. Und greif ständig daneben....*ratlos sei*

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