Mittwoch, 30. Dezember 2015

REZENSION: Die Teufelshaube (Hörbuch)

Dies wird nun das letzte Hörbuch sein, dass ich in diesem Jahr für die Hörbuch-Challenge von Ariana rezensiere.

Titel: Die Teufelshaube (Die Totenleserin 2)
Autorin: Ariana Franklin
Länge: 6 CDs,
Sprecherin: Beate Himmelstoß


Kurzinhalt (Verlagstext):

Oxford 1176:
Rosamund, die Geliebte von Henry II., wird vergiftet und der König verdächtigt seine Ehefrau Eleanor von Aquitanien, sie umgebracht zu haben.
Der Bischof von St. Albans fürchtet einen Bürgerkrieg und bittet die Pathologin Adelia, sich des Falls anzunehmen. Die Ärztin der Toten versucht die Vorgehensweise des Mörders anhand der Leiche Rosamunds zu erkennen und schon bald kann sie den Kreis der Verdächtigen enger ziehen ...

Beate Himmelstoß forscht als Adelia in den Abgründen des Verbrechens und lässt uns mit ihrer packenden Lesung das Mittelalter hautnah miterleben.


Meine Meinung:

Ich mochte schon in "Die Totenleserin" den ganz speziellen Humor von Ariana Franklin, den man normalerweise in mittelalterlichen Romanen verblich sucht.
Auch das Wissen und das Denken Adelias ist für die damalige Zeit mehr als ungewöhnlich.

Dass Henry sie daher wieder als "Totenleserin" engagiert, scheint nur folgerichtig, auch wenn sie in diesem Buch mehr als Detektivin unterwegs ist. Ihr medinzinisches und pathologisches Wissen ist eigentlich diesmal eher weniger gefragt.

Dennoch bringt ihre Intelligenz und ihr Auftreten sie auch zunehmend in Gefahr, was für das damalige Umfeld nur folgerichtig erscheint (mehr als einmal fällt das Wort "Hexe").
So ist sie nicht mehr so vorsichtig wie im ersten Band, wo sie ihren "Assistenten" Mansur als eigentlichen Arzt ausgab.

Zudem spielt der Großteil dieses Bandes diesmal in einem eher abgeschlossenem Umfeld - rund um ein Nonnenkloster, in dem Adelia zusammen mit ihrer neugeborenen Tochter Allie sowie den schon bekannten Figuren Mansur und Gylther Zuflucht findet. Auch Rowley, Vater ihres Kindes und mittlerweile Bischof ist wieder mit von der Partie.

Ich bin auch immer noch in ihren ewig müffelnden Hund "Wächter" verliebt, der wieder bei mir für einige Lacher sorgte.
Eine meiner Lieblingsstellen ist, als Elenore von Aquitanien sich ihrer ehemaligen Nebenbuhlerin gegenüber findet und aufgrund des Geruchs bemerkt, dass der Leichnam zu verwesen beginnt.
Adelia muss sie dann "leider" darauf hinweisen, dass es sich dabei nur um "Wächter" handelt, der es sich auf dem kuscheligen Mantel der Königin für ein Schläfchen gemütlich gemacht hat.

Fazit:

Wunderbarer Humor, etwas konstruierte Geschichte, bei der ich manche Stellen zweimal hören musste, um das "Warum" zu verstehen.

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