Montag, 11. Januar 2016

REZENSION: Der König und die Totenleserin (Hörbuch)

Titel: Der König und die Totenleserin
Autorin: Ariana Franklin
Länge: 6 CDs, 439 min.
Sprecherin: Beate Himmelstoß


Kurzinhalt: (Verlagstext)

England, im Jahre 1174.
König Heinrich II . befindet sich im Krieg mit den Walisern, die sich weigern, ihr Land unter die Herrschaft der englischen Krone zu stellen.
Sie erkennen nur König Artus an, der der landläufigen Meinung nach nicht tot sein soll.
Da tauchen zwei Skelette auf, die angeblich die Gebeine von Artus und Guinevere sind.
Einzig Adelia, die Totenleserin, könnte beweisen, dass die beiden Nationalhelden wirklich tot sind, und Heinrich somit zur Krone verhelfen.
Doch Adelia will nicht länger im Dienste des Königs stehen.


Meine Meinung:

Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat dieses Hörbuch an Spannung und Witz verloren. So richtig fesseln konnte mich all das nicht mehr.

Zwar kommt Adelia hier im Vergleich zum Vorgängerband wieder eher als "Totenleserin" zum Einsatz und wie sie das Geheimnis um Artus enträtselt, ist ganz interessant.
Auch eine Gerichtsverhandlung am Ende des Buches ermöglicht einen Einblick in das Leben der Frauen damals.

Aber dies macht eigentlich nur einen kleinen Teil der Geschichte aus. Tatsächlich wird Emma aus dem Vorgängerband bemüht, um weitere Handlungsstränge aufzumachen, die sich irgendwann aber nur noch ziehen.

Der übliche Wortwitz-Witz ist weg, liebgewonnene Figuren wie Mansur und Gilther tauchen nur noch am Rande der Geschichte auf.
Dass sich Adelia zum wiederholten Mal in einen Abgrund begibt, um natürlich (!) wieder eingeschlossen zu werden, wirkt zudem einfach nur noch unglaubwürdig.
Dass sie sogar irgendwann allein durch die Geschichte stolpert, ist ziemlich bekloppt.

Tatsächlich hadert Adelia selbst mit ihrem Dasein und ihrer Liebe zum Vater ihres Kindes, so dass Veränderungen ihre Schatten voraus werfen.

Der nächste Band ist der letzte um die Totenleserin.

Fazit:

Adelia geht langsam die Luft aus und ganz folgerichtig denkt sie selbst darüber nach, sich - entgegen ihrer ursprünglichen Überzeugung - doch in eine Ehe zurückzuziehen.


Meine bisherigen Rezensionen zur Serie:
Teil 1: Die Totenleserin
Teil 2: Die Teufelshaube

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