Montag, 22. Februar 2016

REZENSION: Trolle nach Süden (Hörspiel)

Titel: Trolle nach Süden 
Autor: Bernd Gieseking
Länge: 2 CDs, 158min.
Sprecher:  Tommi Piper, Barbara Ratthey, Steffen Schult, Matthias Haase, Michael Habeck u.v.a. Musik: Henrik Albrecht

Kurzinhalt (Verlagstext):

Fabian und sein Vater fahren in den Sommerferien zum Zelten nach Schweden, ins Land der Trolle. Doch wer glaubt schon an Trolle? Oma Malette! Aber ihre Warnungen über schnell beleidigte und gefährliche Trolle klingen eher nach Märchen.
Doch dann setzen Fabian und sein Vater aus Versehen die Höhle des Trolle Aginolf unter Wasser, der dabei fast ertrinkt. Aginolf, ohnehin voller Wut auf die Menschen, nimmt bittere Rache.
Er verzaubert Fabian und entführt das Kind in die Welt der Unsichtbaren. Dort freundet sich Fabian mit dem kleinen Troll Baldemar an. Von einer Roggenmuhme erfahren sie, dass sie drei Aufgaben lösen müssen, um Aginolfs Zauber zu brechen. Es beginnt eine lange gefährliche Reise voller phantastischer Abenteuer, die die Freunde von Schweden bis nach Italien führt.

Meine Meinung:

Nach langer Zeit habe ich mal wieder zu einem Hörspiel gegriffen.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit fand ich die vielen Sprecher toll, die sich in diesem Hörspiel alle Mühe geben Trolle, Elfen u.ä. darzustellen. Sie sprechen nicht nur, sie spielen die Figuren regelrecht.

Sogar der Sprecher des Fabian, immerhin ein kleiner Junge, hat meinen großen Respekt, denn er kommt wirklich sehr authentisch in der Geschichte herüber.

Insofern war ich wirklich schnell in der Story drin, wobei mir die erste CD besser gefallen hat als die zweite.

Während es in der ersten noch relativ ruhig zugeht, Fabian mit seinem Vater nach Schweden fährt und von den Erzählungen um die angeblich dort lebenden Trollen fasziniert ist, die Oma Malette ihm erzählt - man als Hörer also viel Zeit hat die einzelnen Figuren kennenzulernen - geht es auf der zweiten CD irgendwie Schlag auf Schlag.

Es kommen viele weitere Figuren hinzu, die nicht mehr soviel Tiefe haben, von Schweden aus reisen die Gefährten nach Italien (eben "nach Süden"), alles in allem wird es unglaublich wuselig.
Das fällt mir immer besonders auf, wenn ich "nebenbei" Auto fahre und irgendwann nicht mehr folgen kann. Also dem Hörspiel, meinem Auto schon. :o)

Das war schade, denn so hat die Geschichte meiner Ansicht nach einiges an Potential verschenkt.

Hervorzuheben sind jedoch die witzigen Momente und Einfälle, die im Hörspiel zu finden sind, etwa der Troll, der sich nur fortbewegen kann, wenn mindestens zwei weitere ihn begleiten. Oder die Frage des einen Trolls, ob er sich noch überlegen kann, die Gefährten zu begleiten, was verneint wird. Und er einfach nur sagt: Okay.

Fazit:

Die Bewertung ist schwierig.
Schöner Beginn, hervorragende Sprecher, viel Humor.
Leider wird es zum Schluss hin immer wuseliger.
Schade.


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