Donnerstag, 8. Dezember 2016

REZENSION: Ein ganz neues Leben (Hörbuch)

Titel: Ein ganz neues Leben
Autorin: Jojo Moyes
Länge: 8 CDs, 560min.

Sprecherin: Luise Helm



Kurzinhalt:

«Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist. Du hast mein Leben verändert.» 
 
Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.


Meine Meinung:

"Ein ganzes halbes Jahr" hab ich gelesen, den Nachfolger "Ein ganz neues Leben" nun als Hörbuch gehört, wobei ich seeeehr lange gebraucht habe, denn das "neue Leben" bleibt zunächst ein sehr trauriges, zähes, das den Verlust von Will zunächst kaum zu verarbeiten mag.

Ich fand das unglaublich authentisch und hab mich darin auch sehr wiedergefunden. Aber dadurch auch ewig gebraucht, es zu beenden, da man soviel Trauer um einen Menschen kaum hintereinander vertragen kann.

Ich fand es wunderbar und absolut folgerichtig von Jojo Moyes, dass sie Lou nun nicht einfach in ein "neues Leben" stellt - dank des Geldes und vieler kluger Worte von Will im Vorgängerband.
Sondern dass sie zunächst überhaupt nicht in der Lage ist, dieses Leben zu führen, sondern ihren Verlust erst verarbeiten muss.

Dass sie sich für diesen Verlust auch im Prinzip "Ersatz" sucht (nicht in Sachen Liebe, sondern in Sachen "Kümmern müssen"), kam mir auch sehr bekannt vor. Auch wenn ich ihr neues "Kümmer-Objekt" als literarische Figur sehr nervig fand. Aber die kann man sich ja nicht imemr so aussuchen...
Das nur am Rande. Ich möchte hier auch nicht zu viel verraten.

Auf jeden Fall kann man nun auch als Leser zusammen mit Lou trauern, Abschied nehmen und verarbeiten. Man denkt nie (oder kaum ;)), das ist halt nur eine Geschichte, im wirklichen Leben passiert sowas nicht. Ich glaube genau das macht auch den Charme von Moyes' Büchern aus.

Fazit:

Absolut authentisch und ehrlich in Sachen Trauerbewältigung. Ein würdiger Nachfolger!

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