Sonntag, 12. März 2017

REZENSION: Wings - Der mysteriöse Mr. Spines 1 (Hörbuch)

Titel: Wings - Der mysteriöse Mr. Spines 1
Autor: Jason Lethcoe
Länge: 3 CDs, 209min

Sprecher: Jens Wawrczeck


Kurzinhalt (Verlagstext):

Edward ist alles andere als der klassische Heldentyp: Er stottert, geht auf eine Schule für schwer erziehbare Jugendliche und baut am liebsten Kartenhäuser. Dann ist da auch noch diese merkwürdige Stelle auf seinem Rücken, die juckt und juckt - bis ihm eines Tages schwarze Flügel wachsen! Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so, wie es war.
Mit dem mysteriösen Mr. Spines reist er in die Welt nach dem Tod, die von dem finsteren Schakal beherrscht wird. Ob Edward tatsächlich der Sohn eines gefallenen Engels und damit der prophezeite Erlöser ist?


Meine Meinung:

Ganz untypisch muss ich gleich mal mit dem Ende dieses Hörbuches anfangen.

Keine Sorge, ich verrate nicht zuviel. Kann ich auch gar nicht. Dieses Hörbuch hat nämlich kein Ende. Es hört mitten in der Handlung auf. Das kann man nicht mal mehr als "Cliffhanger" bezeichnen.

Und das hat mich unglaublich aufgeregt. Tatsächlich habe ich sogar gesucht, ob ich eine CD übersehen habe. Aber nein. Das ist so gewollt. Nachfolger kaufen!

Aber das will ich gar nicht. Denn dieser erste Teil hat nicht ausgereicht, damit ich mich auf einen Nachfolgeband freue. Daran ändert auch diese unmögliche Verlagsphilosophie nichts, die Geschichte mittendrin abzubrechen.

Zwar war der Anfang durchaus vielversprechend: der juckende Rücken, die Flügel, die sich langsam Bahn aus dem Körper von Edward brechen, die schreckliche Schule, in die er geht.

Aber danach wurde es wuselig: Zuviele Figuren, zuviele Nebenhandlungen, zuviel Gewolltes.
Und immer hat man nur den Eindruck, hier geht es darum, möglichst VIEL Fantastisches in die Geschichte hineinzubringen.
Aber das passiert so lieblos, mit so wenig Gefühl für die Figuren, dass mich weder diese Welt noch die Story fesseln konnte.

Fazit:

Da ist leider wieder jemand auf den Fantasy-Zug aufgesprungen, ohne sich genug Zeit zu nehmen, die Welt, in der Edward lebt, aufzubauen.
Schade, der Anfang war durchaus vielversprechend und auch das Cover wunderschön.


Kommentare:

  1. "Wings" fand ich auch enttäuschend und habe nach dem ersten Band nicht weitergelesen. Dabei fand ich die Benjamin-Piff-Romane von dem Autor so bezaubernd und habe alle vier wirklich gern gelesen. Ich weiß nicht, ob "Wings" - obwohl in Deutschland später erschienen - vielleicht ein Frühwerk war oder ob der Autor sich einfach nicht mehr die Zeit genommen hat, um die Welt richtig auszuarbeiten, aber er kam mit diesem Band eindeutig nicht an die anderen Bücher ran.

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    1. @ Winterkatze

      Vielleicht probiere ich dann nochmal die Benjamin Piff Reihe. Danke für den Tipp.

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