Dienstag, 21. März 2017

REZENSION: Wunderpferde - Eine Freundin wie Halla



Autorin: Astrid Frank
Titel: Wunderpferde - Eine Freundin wie Halla
Seiten: 128
Verlag: Thienemann



Kurzinhalt (Verlagstext):

Luisas Stute Donna ist das springstärkste Pferd im Stall – wenn sie Lust hat. Meist steckt ihr Kopf jedoch voller Flausen. Doch Luisa glaubt fest an sie und versucht, nicht auf die gemeinen Kommentare der anderen Mädchen zu hören, die fürchten, Donna könnte ihnen den Sieg beim bevorstehenden Turnier vermasseln. Und tatsächlich zeigt Donna im ersten Durchlauf, was in ihr steckt – bis Luisa sich verletzt. Jetzt kommt es ganz allein auf die unberechenbare Donna an!
 Ein fesselndes Pferdebuch basierend auf der wahren Geschichte eines echten Wunderpferds: Halla – das legendäre Springpferd.

Meine Meinung:

Was mich von Anfang an für dieses Buch eingenommen hat, ist der wunderbare Blick der Autorin, der nicht nur auf die typischen Zickereien von Reitermädchen geworfen wird, sondern auch auf die Besonderheiten der Pferde.

Hier schimmert ein unglaubliches Verständnis und eine eindeutige Liebe der Autorin für diese Tiere durch.
Allein die Beschreibung, wie sich zwei Pferde genüßlich den Widerrist gegenseitig massieren, hat mir mehr als ein Schmunzeln entlockt.
Wer Pferde bei dieser hingebungsvollen Aufgabe schonmal beobachtet hat, weiß, was ich meine.

Insofern gibt es in diesem Buch nicht nur die Welt der Mädchen, sondern auch die der Pferde, auch wenn sich diese beiden Welten immer wieder berühren und bedingen.

Luisas Pferd Donna ist ein Pferd, dass nicht so "funktioniert", wie die anderen Mädchen sich das vorstellen. Während sie ihren eigenen Pferden im wahrsten Sinne des Wortes die Sporen geben, kann Luisa ihr Pferd gut "lassen", auch wenn dies dazu führt, dass Donna gern ihren eigenen Kopf durchsetzt.

Während dies bei den anderen Mädchen aber zu Spott und Hohn führt und sie Luisa schneiden, führt dies auch zu einem unglaublichen Vertrauen zwischen Pferd und seiner kleinen Reiterin, das später in einem unglaublichen Turnier gipfelt.

Als ich dann noch im Anhang las, dass diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht und es solch ein Springpferd wirklich gab ("Halla", wie im Untertitel deutlich wird), war ich mehr als fasziniert.

Insofern ist dieses Buch nicht nur eine Geschichte über die Akzeptanz des "Anderen", der sich vielleicht nicht in die Reihe eingliedert, sondern auch die eines sehr besonderen Pferdes, welche jeden Reiter darüber nachdenken lassen sollte, welchen Umgang er mit seinem Tier pflegen möchte.

"Wunderpferde" regt einen auf jeden Fall dazu an und es ist ein Verdienst der Autorin, solche Gedanken bereits in ein Kinderbuch einfließen zu lassen. Man hofft,  dass dadurch mehr kleine Menschen solche "Pferdeflüsterer" werden.

Im Anhang gibt es dazu auch noch einmal einen Glossar mit interessanten Details wie etwa "Horsemanship" und "Bodenarbeit".

Unbedingt erwähnenswert sind auch die zauberhaften Bilder, die Cathy Ionescu geschaffen hat. Der Schalk blitzt regelrecht der gezeichneten Donna aus den Augen.


Fazit:

Ein wundervolles Buch über das Anderssein. Über den Anderen lassen können. Und die Folgen, die dies haben kann.
Insofern sei es nicht nur Kindern ans Herz gelegt.


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