Dienstag, 4. April 2017

REZENSION: Dunkle Kammern (Hörspiel)


Titel: Dunkle Kammers
Autorin: Minette Walters
Länge: 2 CD, ca. 100min.
Sprecher: Gudrun Landgrebe u.a.




Kurzinhalt:

Jinx Kingsley, Fotografin und Erbin eines beachtlichen Vermögens, erwacht in einem Klinikbett aus tiefer Bewusstlosigkeit. An die letzten Wochen ihres Lebens kann sie sich nicht mehr erinnern. Alle Welt glaubt, sie habe einen Selbstmordversuch überlebt, als sie aus einem völlig zertrümmerten Wagen geborgen wurde. Dies alles ist im Nebel ihrer Amnesie verschwunden, doch Jinx ist sicher, dass sie ihrem Leben niemals ein Ende setzen wollte. Es gibt allerdings Ereignisse in Jinx' Vergangenheit, die dunkle Schatten auf ihre irritierende Lage werfen:
Ihr erster Ehemann Russell kam durch einen Mord ums Leben; die Umstände des Verbrechens, das bereits zehn Jahre zurückliegt, konnten nie ganz geklärt werden. Jinx versucht verzweifelt, die Lähmung ihres Erinnerungsvermögens zu überwinden. Zusammen mit dem Arzt und Therapeuten Alan Protheroe begibt sie sich auf eine Reise in die eigene Vergangenheit, eine Reise, die auf unbekanntes Terrain führt, in dunkle Kammern, aber auch in gleißend hell ausgeleuchtete Räume. Sie weiß, dass der Schlüssel in ihr selbst liegt, der Schlüssel zu einer Wahrheit, die so erschreckend ist, dass sich ihr Bewusstsein in die Barmherzigkeit des Vergessens geflüchtet hat.


Meine Meinung:

Mal wieder so ein selten beklopptes Hörspiel, bei dem die Macher nicht bedacht haben, dass es sich Menschen anhören, die dich Geschichte NICHT kennen.
Und dann mit den vielen Andeutungen, Sprüngen, Perspektiven etc. überfordert sind.

Zudem gab es keine Erzählerstimme, sondern nur ein reines Miteinander der Figuren, so dass ich echt Schwierigkeiten hatte, der Story zu folgen und die Zusammenhänge zu verstehen.

Ein Beispiel:
Das Hörspiel beginnt mit einem Pärchen im Wald, das sich streitet und eine Leiche findet. Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei gleich um die Hauptfiguren handelt.
Doch dann kommt ein Schnitt, eine Frau erwacht im Krankenhaus und ich frage mich, was jetzt mit der Leiche ist und ob das vielleicht doch die Frau ist, die jetzt erwacht ist und wo dann die Leute sind, die sie eben gefunden haben....

So geht das die ganze Zeit. Man bekommt das einfach nicht zusammen, weil vieles auch nicht zusammengehört. Beziehungsweise anders, als man glaubt, weil einfach der Erzähler fehlt, der die Stränge zusammen führt.

Zumal ich zum Teil nicht mal wusste, wer sich da gerade mit wem unterhält. 

Hinzu kamen akustische Probleme, so dass manche Sprecher so schwer zu verstehen waren (standen die in der Kaffeeküche, während die die das eingesprochen haben? Samst sämtlicher übertönender Geräusche?), so dass ich ständig im Autoradio nachregeln musste, was dem inhaltlichen Verständnis auch nicht gerade geholfen hat.


Dabei fand ich Gudrun Landgrebe als Jinx durchaus eine gute Sprecherin, vielleicht manchmal etwas zu "hart", aber man hört ihr gern zu. Das kann man leider nicht von allen Sprechern behaupten.

Auch den Spannungsbogen in dem Ganzen konnte ich leider nicht finden.


Fazit:

Schade. Man ist froh, wenn der Täter endlich gefunden ist und man die CD wechseln kann.


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