Donnerstag, 16. April 2009

REZENSION: Die Kastratin

Komischerweise bin ich während des Urlaubes gar nicht so groß zum Lesen gekommen. Oder hatte nicht recht die Muße dafür. Schließlich waren um mich Wasser, nette Leuteu und vieles mehr. Dafür ist der Flieger zum und vom Urlaubsort zum HÖREN geeignet. Deswegen heute mal wieder eine HÖRBUCH-Rezenzion für Euch :o)))



Kurzinhalt:
"Die Kastratin" war - meines Wissens nach - das erste Buch, das Iny Lorentz geschrieben hat.

Wie der Titel schon verrät, bezieht sich die Geschichte eigentlich auf eine Unmöglichkeit: eine Frau zieht als männlicher Sänger durch die mittelalterliche Welt und begründet ihre klare, reine Stimme mit (dem zu dieser Zeit nicht seltenen) Kastratentum.

Tatsächlich war Mädchen zu dieser Zeit das Singen (speziell von geistlichen Liedern) verboten, aber Gulia wünscht sich nichts anderes und hat auch genau dafür eine Begabung mit in die Wiege gelegt bekommen.

Der Zufall will es, dass sie als Junge verkleidet einmal für einen Sänger einspringen darf und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Aus Gulia wird Gulio.

Meine Meinung:
Eines vorweg: Dieses Buch würde ich jedem nur empfehlen, der sich halbwegs für Gesang und Kirchengeschichte interessiert, für alle anderen ist die Geschichte wohl zu speziell.

Da ich selber im Kirchenchor singe, war für mich jedenfalls das Buch (bzw. Hörbuch) superinteressant, auch wenn es seine Längen hat. Manchmal passiert nichts, außer dass Gulia singt. Ansonsten findet sich auch hier schon die bei Iny Lorentz so bekannte Mischung von Zufällen, Sex und einer männerdominierten Welt.

Interessant fand ich, dass Kastraten zu dieser Zeit nicht einmal angefasst werden durften, da sie als seltsame Geschöpfe galten, gleichzeitig möchte aber jeder sie singen hören. Die typische Ambivalenz des Mittelalters.

Fazit:
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Aber da das Hörbuch wahrscheinlich gekürzt war und in dem Buch sicher sehr viel mehr steckt, gebe ich (vertrauensvolle) 4.

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