Freitag, 14. Mai 2010

REZENSION: Greywalker

Titel: Greywalker
Autor: Kat Richardson
Verlag: Heyne
Seiten: 511
Jahr: 2008



Erster Satz:
Als der Kerl ausholte, war ich ziemlich überrascht.

Kurzinhalt:
Harper Blaine ist Privatdetektivin und wird bei einer Ermittlung so schwer verletzt, dass sie für 2 Minuten tot ist, bevor man sie zurück ins Leben holt. Fortan ist ihre Welt nicht mehr, wie sie war. Ihr Blickfeld wird permanent von Schatten überlagert, die, wie sie bald erfährt "das Grau" sind (daher der Titel "Greywalkerin").

Das Grau ermöglicht ihr bald nicht nur die Sicht, sondern auch den Zugang zu einer jenseitigen Welt - eine Fähigkeit, die sie für allerhand Kreaturen, wie Vampire, Nekromanten u.a. zunehmend interessant macht.

Meine Einschätzung:
Das Buch ist der Auftakt zu einer ganzen Serie um Harper Blaine, bis jetzt sind insgesamt 3 Bücher mit ihr erschienen. In diesem ersten Band geht es vor allem darum, wie schwer es ihr fällt, mit ihrer neuen Fähigkeit zu leben, diese zu entwickeln und auch zu steuern.

Bei AMA*ON habe ich viele negative Kritiken gelesen, die sich darüber ärgerten, dass Harper nicht einfach irgendwann mit ihrer Fähigkeit umgehen kann und dann endlich zwischen den Welten hin und her switcht. Tatsächlich finde ich persönlich es sehr realistisch, dass fast das ganze Buch von ihren Zweifeln und Problemen diesbezüglich gefüllt ist. Wer von uns könnte damit einfach so umgehen?

Zum Glück findet sie ein Ehepaar, dass sich überhaupt mit dem Thema auskennt und ihr insofern oft mit Rat und Tat zur Seite stehen kann - auch wenn es hier zu zusätzlichen Verwicklungen kommt, da beide nur "theoretische" Arbeit leisten können (da sie selbst die Fähigkeit des Grauwandelns nicht haben) und Harper insofern oft festsellen muss, dass Theorie und Praxis nicht immer übereinstimmen.

Probleme hatte ich manchmal nur (daher nicht volle Bewertungs-Punktzahl), diese ganze Welt zu verstehen, die Kat Richardson da schafft, nicht immer konnte ich das nachvollziehen, was da genau im Grau passiert oder warum Harper jetzt dieses oder jenes sieht. Das kann aber auch an einer mangelnden Übersetzung liegen, was nicht selten der Fall ist bei Büchern, die aus dem Amerikanischen übertragen wurden.

FAZIT:
Ich finde die Grundidee sehr faszinierend und mich persönlich hat es nicht gestört, dass es in diesem ersten Band nicht "gleich in die Vollen geht" - zumal das Buch auch mit allen Zweifeln Harpers voller Spannung und merkwürdiger Wesen ist. Frei nach dem Motto: wenn der Berg nicht zum Propheten kommt,,,,aber ich will nicht zuviel verraten.
Der zweite Band ("Poltergeist) steht jedenfalls schon ganz oben auf meiner to-read-Liste.


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