Mittwoch, 10. Juli 2013

Ebook reader - Frau Schmökerstube überlegt....

sich ja nun doch einen zuzulegen.

Noch vor einem Jahr konnte ich mir das ja gar nicht vorstellen, aber so langsam kristallisieren sich doch einige Vorteile solch eines Geräts heraus, etwa, wenn ich in den Urlaub fahre und meinen Koffer und meine Armmuskeln nicht überstrapazieren will (ich komme ja langsam in ein Alter, in dem man sich zunehmend schont *grins*).

Interessanterweise sind es auch die "mittelalten" Menschen (auch: "in den besten Jahren"... zu denen ich mich definitv zähle!), die ich etwa in der S-Bahn mit so einem Gerät sehe.

Und wenn ich mir den neuen "Schinken" von Sabine Ebert, "1813" ansehe, den ich gern lesen, aber nicht schleppen möchte, werde ich schon nachdenklich.

Insofern sehe ich solch einen reader auch nicht mehr als "Angriff auf mein reales Bücherregal", das ich ja trotzdem behalten kann :o)), sondern eher als ZUSÄTZLICHES Equipment.

Bleibt die Frage: WELCHER?

Seit einiger Zeit lese ich mich durch Bewertungen, Tests und Meinungen und bin trotzdem noch nicht weiter in meiner Entscheidung.
Vielleicht könnt Ihr mir ja mit Euren Erfahrungen weiterhelfen?

Ich brauche keinen großen SchnickSchnack oder Zusatzfunktionen, wichtig wäre mir

- gute Lesbarkeit, auch bei Sonne
- lange Akkulaufzeit
- keine Probleme bei PDFs
- ein integriertes Wörterbuch, um z.B. auch mal englische Bücher zu lesen
- problemloser Datenaustausch mit meinem PC

Danke für Eure Mühen!




Kommentare:

  1. Huhu Liebelein,

    ich bin ja überzeugt vom Kindle. Erst hatte ich den Kindle Touch, hab ihn dann aber verkauft und mir den Kindle Paperwhite geholt. Je nachdem, ob ich WLAN ständig an habe und ständig am Lesen bin oder nicht, hält der Akku bis zu 5 Wochen, sag ich jetzt mal (ich lese viel). Ich kann mit dem Kindle Paperwhite in die totale Sonne gehen und lese gestochen scharf. Wörterbücher sind integriert, nicht nur Englisch, auch Wikipedia kann man anwählen, wenn eine Netzwerkverbindung besteht.

    Der Einkauf von eBooks via Amazon erfolgt easy direkt vom Gerät aus und wird auf dieses auch gesendet. Dokumente kann man entweder via USB draufziehen oder an die Kindle-Email-Adresse schicken. Im zweiten Fall wäre das Dokument auch in der Cloud und von allen angemeldeten Geräten mit Kindle-App abrufbar. Tolle Sache, das. Ich bin begeistert!

    Hilft dir das weiter?

    glg und hab eine tolle Woche - wir haben Bergfest :)
    Elke

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  2. @ Sunsy

    Hi Süße!

    Danke für Deine schnelle und ausführliche Antwort. Prinzipiell macht der Kindle auf mich ja auch einen guten Eindruck, aber viele schimpfen, man wäre so an AMAZON gebunden.
    Kann ich dann z.B. auch ebooks aus der Bibliothek leihen?

    LG,
    JED

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  3. Die beste und simpelste Wörterbuch-Funktion haben Kindle und Sony. Ich selbst bin überzeugter Sony-Fan, allerdings gibt es den nur ohne Beleuchtung. Dafür kann man damit aber ebooks aus der Bibliothek ausleihen, was mit dem Kindle nicht geht.
    Es gibt zwar dieses Verleih-Programm von Amazon, aber die Auswahl dort ist sehr schlecht und fast ausschließlich auf Indie-Titel beschränkt, die auch regulär nur um die 2 oder 3 Euro kosten.

    Ein problemloser Datenaustausch mit dem PC ist bei beiden möglich; mit pdfs kommen beide leidlich klar, wobei reine Text-pdfs (und alles andere ist auf einem 6Zoll-Reader eh nicht wirklich lesbar) besser auf dem Sony dargestellt werden, weil der eine Reflow-Funktion besitzt.

    Eine gute Lesbarkeit in der Sonne haben alle Reader mit e-Ink, die Akkulaufzeit ist auch bei fast allen ziemlich gut.
    Einen Blick wär vielleicht auch noch das Pocketbook wert, das kann von allen Readern am besten mit pdfs umgehen, allerdings ist die Wörterbuch-Nutzung ein kleines bisschen umständlicher.

    Ich denke, eine wichtige Frage wäre: Integrierte Beleuchtung oder nicht, damit grenzt du das Feld schon etwas ein. ;-)

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  4. @ Neyasha

    Yep, der Sony hat mich auch schon angelacht (welchen hast Du??) - aber ohne Licht ist ja doof. Speziell im Dunkeln. *lol*

    Von dem Pocketbook habe ich auch schon viel gehört, der wirkt aber von der Software irgendwie veraltet (kann man etwas keine Buchcover anzeigen etc.).

    Hmhhh, schwierig, schwierig....

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  5. Hallo :)

    Ich habe einen uralten Sony-Reader und ein iPad mini. Der Reader ist nur geringfügig kleiner und leichter als das iPad mini, was vom Haltekomfort her kaum Unterschied macht. Der Reader hat e-Ink ohne Hintergrundbeleuchtung, das iPad hat Farbdisplay und Hintergrundbeleuchtung.

    Für den Reader spricht, dass ich damit auch draußen lesen kann, weil sich darin nichts spiegelt. Mit dem iPad habe ich schon Probleme, wenn ich am Fenster sitze.

    Im Dunkeln lesen, ohne das Licht anschalten zu müssen, funktioniert auch mit dem iPad nur bedingt, weil ich davon Augenschmerzen bekomme. Ob du die Hintergrundbeleuchtung brauchst, solletst du dir aus der Perspektive überlegen.

    Seit ich das iPad habe, lese ich trotzdem lieber darauf. Der Reader braucht lange, bis er hochfährt (ist auch ein altes Modell), das iPad ist sofort da. Außerdem kann ich zwischendurch googlen, wenn ich was Interessantes entdecke.

    Das iPad ist formatunabhängig. Mit der Kindle-App kann ich Bücher lesen, die ich auf Amazon kaufe, mit dem Bluefirereader kann ich alles andere lesen. Der Bluefirereader macht aber Probleme beim Umblättern. Aber das Kindle-App merkt sich meine Lesezeichen und wenn ich am iPhone weiterlesen möchte, wird das automatisch synchronisiert. Beim eBook-Reader muss ich erst mit illegaler Software den DRM-Schutz entfernen, bevor ich Bücher lesen kann, die ich auf Amazon gekauft habe, bzw. wenn du dir einen Kindle zulegen willst, musst du das umgekehrt bei allen machen, die du NICHT auf Amazon gekauft hast. Das ist ein Klacks, aber Download und Installation der illegalen Software vor dem ersten Verwenden kostet Nerven. Also es ist ein Plug-In für das kostenlose Programm Calibre, mit dem du ganz toll deine Bibliothek verwalten kannst, aber das Plug-In zu finden und zu installieren, dauert halt. Danach hast du jedes DRM mit 3 Klicks entfernt. Mein Reader synchronisiert keine Lesezeichen.

    Der große Vorteil von meinem Reader - nebst Calibre - ist, dass er kein WLAN hat. Bei Geräten mit WLAN liest halt immer jemand mit, da musst du dir überlegen, ob du das möchtest. Zum Beispiel weiß Amazon von den Daten, die von den Kindles ausgelesen werden, wann du liest, was du liest, wie viel zu liest, auf welchem Gerät du liest, wo du Lesezeichen setzt, wie lange du pausierst, ob du abbrichst... Die werten das alles aus. Sony angeblich auch. Angenommen du kaufst ein Buch bei thalia.de und entfernst den DRM-Schutz, um das Buch auf deinem Kindle zu lesen. Du kannst dir nicht sicher sein, ob Amazon das weiß. Da ist halt die Frage, wie gescheit das ist.

    Im Grunde ist der Kindle aber super, vom Preis-Leistungs-Verhältnis. Meine Nichten haben einen (ohne Hintergrundbeleuchtung), der hat ein ganz schönes Display und ist wirklich leicht. Vielleicht gehst du mal zu Media Markt und nimmst unterschiedliche Reader in die Hand, damit du das siehst.

    Der Sony-Reader ist sicher auch top. Nachdem der mittlerweile auch WLAN hat, kommts bei der Entscheidung eigentlich nur auf deine persönliche Präferenz an.

    Von allem anderen würde ich dir eher abraten. Dem Tolino traue ich nicht, weil der Oyo so ein Schmarrn war. Eine Buchhändlerin von Thalia hat mal gesagt, sie bekommen so viele Reklamationen beim Oyo, sie würde das Gerät niemandem empfehlen. Bei Sony und Kindle kannst du dir sicher sein, dass die Qualität stimmt.

    Von den Quellen her sind beide theoretisch eingeschränkt. Praktisch gibt es Calibre, damit kannst du alle Bücher auf jedem Gerät lesen, egal, wo du sie kaufst.

    Also nimm das, was dir am besten in der Hand liegt :)

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  6. Ich hab den Sony PRS-T2 und auch einen alten, den kleinen PRS-350, der mir mit seinen 5 Zoll fürs viele Lesen dann nach 2 Jahren doch zu klein wurde ...

    In die Verlegenheit, im Dunkeln lesen zu müssen, komm ich eigentlich nur selten. Da ich das Licht einer Nachttischlampe angenehmer finde als ein beleuchtetes Display, ist das beim Lesen im Bett meine bevorzugte Lichtquelle. Und sonst hab ich im Zweifelsfall ein kleines Anstecklämpchen.

    Das Pocketbook, das ich mal ausprobiert hatte, konnte Buchcover anzeigen - und das war das Vorgängermodell.
    Der Punkt beim Pocketbook ist halt, dass es extrem viele Funktionen und Einstellmöglichkeiten hat. Das macht es sehr vielseitig, gleichzeitig aber nicht so intuitiv zu bedienen wie manche andere Reader.

    Zu Miras Anmerkungen:
    WLAN kann man auf dem Reader auch einfach ausgeschaltet lassen - ich hab das nie an, da ich Bücher sowieso über den PC kaufe und man auf einem Reader ohnehin nicht bequem im Internet surfen kann (dafür ist die eInk-Technologie nicht geeignet).

    Langsames Hochfahren ist bei neueren Readermodellen kein Problem. Erstens geht das Hochfahren schnell, zweitens verbraucht ein Reader im Ruhezustand keinen Akku, also braucht man den sowieso nicht runterfahren. Ich schalte meinen Reader nur alle heilige Zeiten mal aus.

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  7. Ich würde mir ein 7-Zoll-Tablet besorgen, ob nun das IPad-Mini oder ein Nexus oder Samsung oder sogar den Kindle-Fire, denn selbst bei letzterem kann man offenbar die Software anpassen und eine weitere App zum Lesen anderer ebooks als solche im kindle-format aufspielen (weiß ich aber nicht genau!).

    Ich habe Erfahrungen mit dem 10er IPad gemacht, welches mir für das unterwegs-ebook-lesen etwas zu schwer ist. Aber das Grundprinzip ist halt, dass man auf solch einem Tablet mehrere Apps nebeneinander nutzen kann. Ich bin da ziemlich bei Mira - und ich nutze auch sowohl die Kindle-App für Amazon-Kindle-books als auch den bluefire-reader. Mit letzterem habe ich bislang gute Erfahrungen gemacht, auch in Bezug auf drm-geschützte epubs und im Hinlick auf Onleihe. Voraussetzung ist aber, dass man eine adobe-id hat, mit der man den bluefire-reader quasi "authorisiert".

    angesichts der Preise für deutschsprachige ebooks - egal ob kindle oder epub-Format - habe ich mich außerdem dazu entschlossen, die skoobe-app zu laden und dort das kleinste abo abzuschließen: das abo erscheint auf den ersten Blick zwar teuer, aber es ist jederzeit kündbar. das angebot ist breit gefächert (sachbücher, krimi, kids, belletristik etc.) und häufig erstaunlich aktuell. und wenn man pro Monat zwei deutschsprachige ebooks liest, ist das geld für das kleinste abo schon wieder drin. ;)

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  8. Vielleicht schaust du dir wirklich Pocketbook an. Die Software soll sehr umfangreich sein und massenhaft verschiedene Einstellungen bieten - vielleicht kann man sich da auch Cover anzeigen lassen.

    Oder du wartest den neuen Sony ab (vermutlich im Herbst) - vielleicht hat der eine Beleuchtung...

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  9. @ all

    Boah, ich bin wirklich beeindruckt, wieviel Zeit Ihr Euch für meine Frage nehmt. Vielen, vielen Dank dafür!

    Also momentan schwanke ich zwischem dem Sony und dem Pocketbook. Mal sehen... Lese gerade noch einige Rezensionen im Netz.

    Ich glaube, ein Tablet ist erstmal nix, weil es doch sehr spiegelt, wenn man draußen ist.

    LG,
    JED

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