Samstag, 15. Dezember 2018

Arianas Adventslesen - 3. Advent 2018

Samstag, 15.12.18, 12 Uhr: Die letzte Woche war schrecklich für mich. Ich habe wirklich überlegt, ob ich hier offen darüber schreiben soll, aber vielleicht kennen andere ja ähnliche Gefühle so kurz vor Weihnachten.

Bereits am letzten Adventswochenende hatte es sich bei mir ja angedeutet, dass ich in ein ziemliches Advents-Tief falle - und leider wurde es die ganze Woche immer schlimmer. Weinkrämpfe und unkontrolliertes Zittern haben mich fast die ganze Woche begleitet. Zum Teil wusste ich nicht mal, warum. Es hat mich regelrecht überrollt.
So lange ich unter Menschen war, konnte ich mich mit aller Willenskraft irgendwie noch zusammenreißen, aber sobald sich die Tür hinter mir schloss und ich allein war, ging es los.

Am Mittwoch war ich auf dem Friedhof, weil ich dachte, da etwas Ruhe zu finden, aber dann schlich kurz vor dem Dunkelwerden so ein komischer Typ zwischen den Gräbern herum, so dass ich dort dann auch überhaupt kein gutes Gefühl hatte.

Am Donnerstag habe ich sogar versucht, mit der arg verschnupften Herzensfrau auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, aber der war (trotz Wochentag) einfach nur voll.

Dieses Jahr trifft mich die Tatsache, dass ich keine leibliche Familie mehr habe, irgendwie besonders schlimm. Vielleicht liegt es daran, dass so viele Menschen, die mir nahe stehen, aufeinmal Kinder haben und ich mich noch stärker "allein gelassen" dadurch fühle, als ohnehin schon.
Ich weiß nicht, ob das komisch klingt, aber ich denke, das ist in etwa das, was mich bewegt.

Gestern war ich noch zur Grippenschutzimpfung, bei der die Ärztin vorher eine Sozialanamnese machte. Natürlich bekommt man sofort mitleidige Blicke, wenn man sagt, dass man leider nicht weiß, was es so an Krankheiten in der Familie gab, weil niemand mehr lebt, den man fragen kann.

Diese Blicke treffen mich dann aber eben noch zusätzlich schlimm. Es ist genauso wie die gut gemeinten Weihnachtseinladungen von Freunden.
Man bekommt sie aus Mitleid und aus eben diesem Grund lehne ich sie auch jedes Jahr ab.

Mir würde es mehr helfen, wenn JETZT mal jemand Zeit hätte, aber alle sind im Weihnachtsstress oder haben mit ihrer eigenen Familie zu tun (über die Schwierigkeit, mich mit meinen Freunden zu verabreden, habe ich ja schon letzte Woche geschrieben).

Und so fühle ich mich letzlich in Familien, die nicht meine sind, grundsätzlich wie das dritte Rad am Wagen und habe dann zusätzlich Stress, weil ich "funktionieren" und dankbar sein muss.

Am liebsten wäre ich wohl Weihnachten allein, aber das kann auch keiner verstehen.

Soweit die Vorgeschichte. Gestern habe ich mich in meiner Wohnung mal bewusst umgesehen und war entsetzt über das Chaos. In der arbeitsreichen letzten Zeit ist irgendwie alles liegen geblieben. Ich glaube fest daran, dass der Zustand der Wohnung viel über das Innenleben des Bewohners aussagt.

Also habe ich gestern erstmal ein wenig aufgeräumt, um mich zumindest in meinen eigenen vier Wänden wieder ein wohl zu fühlen.
Selbst Weihnachtsdeko habe ich bisher kaum aufgestellt. Insofern habe ich gestern bewusst mal meine Pyramide angezündet und etwas Weihnachtsduft durch die Räume ziehen lassen. Auch wenn ich in diesem Jahr wohl zu nicht mehr Weihnachtsdeko fähig bin.

Ich mache mir sehr viel Gedanken darüber, wie ich jetzt diese WE gestalte , damit ich es wirklich genießen kann (die Liebste liegt völlig ausgeknockt im Bett und versucht sich auszukurieren).

Begonnen habe ich damit, dass ich heute Morgen in meine Kinderschallplattensammlung tauchte.

Mein absoluter Schatz. Als Kind, wenn ich krank war, durfte ich bei meiner Mutter im Bett liegen und all diese Platten hören. Kinderschallplatten waren mein größtes. Die meisten konnte ich auswendig und ich freute mich über jede neue, die dazu kam.

Weder mit Kassetten noch mit CDs konnte ich mich später je so anfreunden, auch wenn diese natürliche ihre Vorzüge hatten.

Vor Jahren habe ich mir dann wieder einen Plattenspieler gekauft, der LPs in MP3 umwandeln kann. Sehr weit bin ich damit noch nicht gekommen. Irgendwie fehlte es wie so häufig an Zeit.

Dafür habe ich heute Morgen ehrfürchtig "Die Schneekönigin" herausgenommen. Ich liebe Hans Christian Andersen und seine ganz besonderen Märchen.

Ich habe zudem gemerkt, wie kontemplativ es ist, so eine Platte überhaupt wieder aufzulegen (aus der Hülle nehmen, die richtige Seiten suchen, vorsichtig in die Spur legen, von Staub säubern, lanngsam die Nadel herunterlassen, so dass es keine Kratzer gibt, den man auf ewig hören würde ... soetwas kann sich heute keiner mehr in Zeiten von Streaming vorstellen und doch ist die Vorfreude auf das, was man dann hoffentlich gleich hört, dadurch eine viel größere).

Ich war jedenfalls glücklich als ich die ersten Klänge hörte und mit ihnen die Synchronsprecher, die mich meine ganze Kindheit hindurch begleitet haben, wie Klaus Piontek oder Käthe Reichel.

Es gibt auch so ganz typische Weihnachtsliederplatten, die uns früher immer begleitet haben. Dazu zählt "Bald nun ist Weihnachtszeit" und "Sind die Lichter angezündet." Beide sind nach dem Tod meiner Mutter leider irgendwie verschwunden und ich war froh, sie vor ein paar Jahren auf einem Weihnachtsmarkt antiquarisch kaufen zu können.

Die werde ich hier gleich mal als nächstes laufen lassen, wobei damit sicher auch viele Erinnerungen hochkommen.

Zudem liebten meine Mutter und ich die Oper "Hänsel und Gretel", die ich mitterweile in diversen Ausführungen habe. Selbst wenn nicht Weihnachten war, habe ich die als Kind oft hoch und runter laufen lassen.

Als Erwachsene versuche ich diese Oper so oft wie möglich auch auf der Bühne zu sehen. Letztes Jahr zum ersten Mal in der Semperoper.


Habt Ihr auch etwas, was für Euch UNBEDINGT zu Weihnachten dazu gehört?


Heute Morgen fiel mir ein, dass ich definitiv auch noch irgendwo Adventstee habe. Immerhin, kurz vor dem 3. Advent.😩

Den habe ich erstmal gesucht, denn der gehört unbedingt auch für mich in diese Zeit. Insofern mache ich jetzt mal ein verspätetes Frühstück und schaue, was sich bei Euch so getan hat.

Update, Samstag, 19 Uhr:  Der Vormittag mit den Kinderschallplatten war sehr schön. Nach der "Schneekönigin" habe ich noch "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff gehört und gemerkt, wie sehr für mich Märchen mit der Weihnachtszeit verbunden sind. Gab es nicht früher auch immer Märchenfilme zu Weihnachten?

Eigentlich schade, dass man als Erwachsener kaum noch Märchen liest. Sie können durchaus tröstend sein, immerhin gehen sie immer gut aus.

Trotzdem habe ich am Nachmittag dann wieder zu einem "Erwachsenenbuch" gegriffen und endlich den 8. Teil der Nightingale-Schwestern beendet. Diese Serie hat mich emotional wirklich berührt, es ist selten, dass ich bei einem Buch laut auflache, weine oder mich lautstark über bestimmte Protagonisten aufrege. All dies hat die Autorin geschafft.

Besonders dieser Teil, der im Jahr 1944/1945 spielt, ist mir sehr nahe gegangen, da die Nightgale-Schwestern nun auf einer Station arbeiten, auf der sie deutsche Kriegsgefangene pflegen. Wenn man bedenkt, dass die Serie von einer britischen Autorin geschrieben worden ist, finde ich es bemerkenswert, wie sie die menschliche Seite "der Deutschen" darstellt bzw. klar macht, dass es überall solche und solche Menschen gibt.
Ich habe sehr geweint, als die britischen Schwestern das Lied "Silent night" anstimmten und die deutschen Kriegsgefangenen mit "Stille Nacht" antworteten. Und das, nachdem die Oberschwester sich ursprünglich geweigert hat, überhaupt für "diese Menschen" zu singen.

Nun muss ich auf den nächsten Band warten (wobei ich im Internet schon gesehen habe, dass Donna Douglas nachstes Jahr wohl mit einer neuen Krankenhausserie startet, die diesmal wohl 1925 beginnt) und schaue mal, was ich noch so Weihnachtliches zu lesen finde. Vielleicht lese ich den Weihnachtskrimi "Alles schläft, einer wacht", weiter, von dem ich schon letzte Woche berichtet habe.

Zudem habe ich zwei Weihnachts-"Schmalz"-Hörbücher auf meinen Player gepackt (über die Schwierigkeit, etwas Vernünftiges für die Öhrchen zu Weihnachten zu finden, haben wir ja schon letzte Woche philosophiert), die ich aber nur kapitelweise ertrage.

Märchen, die gut ausgehen, sind ja das eine. Aber dieser absolute Schwarz-Weiß-Figurenkitsch, der einem als Erwachsenen-Hörbuch zu Weihnachten angedreht wird, grenzt wirklich an Körperverletzung.

Da hätten wir einmal "Vier Pfoten und das Weihnachtsglück" von Petra Schier und zum anderen "Für immer und einen Weihnachtsmorgen" von Sarah Morgan.

Beide Hörbücher lassen sich eigentlich mit der selben Kurzbeschreibung zusammenfassen: Männchen und Weibchen, die sich ursprünglich abgrundtief hassen, kommen doch zusammen und zufällig ist noch Weihnachten.
Achja, und in ersterem Hörbuch spielt noch ein Hund eine Rolle. Sind ja ganz praktisch beim Frauenfang.

Wie gesagt, mir mangelt es im Moment an Alternativen. Bzw. verstehe, warum man dann irgendwann doch eher zum Weihnachtskrimi greift. Bei soviel Schmalz ist einem irgendwann nur noch nach Mord und Totschlag.



Sonntag, 18.30 Uhr: Ich fühle mich irgendwie ziemlich angeschlagen. So langsam macht sich die permanente emtionale Anspannung wohl auch körperlich bemerkbar. Oder die Grippeschutzimpfung tut noch ihr Übriges.

Zwar habe ich heute Morgen noch ein Märchen von meinen Schallplatten gehört ("Riquet und Mirabelle", ein französisches Feenmärchen) und auch noch eine meiner Lieblingsweihnachts-CDs eingelegt (die Lieder "Vom Geist der Weihnacht", dem Musical, was es vor einigen Jahren auf Grundlage der Weihnachtsgeschichte von Dickens gab und einfach traumhaft schöne Musik hat), aber so richtig entspannen wie gestern konnte ich mich nicht.


Wahrscheinlich auch, weil wieder der Klassiker passierte: Ich hatte gestern spontan eine Einladung zum Plätzchen backen bekommen, über die ich mich unglaublich gefreut habe - und die dann heute kurz vorher wieder abgesagt wurde.

Zack, nächstes Loch. Obwohl ich irgendwie auch schon damit gerechnet habe. Marke: WAR JA KLAR.

Vielleicht bin ich da im Moment auch ziemlich empfindlich.

Ein Abstecher zur kranken Herzensfrau hat mich auch nur traurig gemacht. Jede fühlt sich wohl gerade auf ihre Art schlecht und kann kaum für die andere da sein, wie sie es braucht.

Momentan "betrinke" ich mich gerade mit Kinderpunsch. Vom schwedischen Glögg habe ich gelernt, da zusätzlich Mandeln und Rosinen reinzupacken. Das ist sehr lecker.
Mal gucken, ob das mit meinem Hals jetzt 'ne Erkältung wird oder sich dadurch wegspülen lässt.

Habt einen schönen Abend. Ich bin schon unglaublich bettschwer.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Arianas Adventslesen - 2. Advent 2018

Sonntag, 2. Advent, 14.30 Uhr: Wie schon in der letzten Woche steige ich mit dem Adventslesen erst wieder am heutigen Sonntag ein.

Wobei ich gerade schon wieder auf dem Sprung bin, da ich bei den Eltern meines Patenkindes zum Spieleabend eingeladen bin, worauf ich mich unglaublich freue. Einerseits meinen kleinen Wirbelwind zu sehen, zum anderen liebe ich einfach Spieleabende und es ist echt immer schwer einen gemeinsamen Termin zu finden.
So ist die Herzensfrau heute auch nicht dabei, da sie beruflich nach Dresden muss, aber wenn wir das Ganze nochmal verschoben hätten, dann wäre es wohl erst nächstes Jahr etwas geworden.

*nerv* Habt Ihr auch immer so Probleme, passende Termine mit Euren Freunden zu finden?
Manche sehe ich dann fast ein Jahr nicht, obwohl wir in derselben Stadt wohnen. Unglaublich!

So waren die Herzensfrau und ich gestern zusammen im von mir so heiß geliebten Kriminaltheater (wobei ich ursprünglich auch noch ein befreundetes Pärchen dazu überreden wollte, die aber lieber auf den Weihnachtsmarkt wollten - H., ich hoffe, Du liest das *grumpf*, wir haben uns nämlich auch schon fast ein Jahr nicht mehr gesehen *grummel*) und haben uns mal wieder ein Agatha-Christie-Stück angesehen:


Ich war gleich wieder im Christie-Fieber und stehe gerade vor meiner Gesamtausgabe und überlege, was ich davon heute Abend mal wieder lese. Eigentlich müsste es "Ein Mord wird angekündigt" sein, um mit der Bühnenadaption zu vergleichen. 
Das Stück hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, schon weil sämtliche Möbel auf der Bühne, die Lampen und z.T. die Tapeten mit Ausschnitten aus Christie-Romanen beklebt waren. Das fand ich eine tolle Idee. Weniger toll fand ich, dass einige Figuren auf der Bühne mal wieder rauchen mussten. Da fragt man sich auch....

Da die Herzensfrau gesundheitlich etwas angeschlagen ist und ich gestern eine leichte Weihnachtsdepression hatte (da ich keine leibliche Familie mehr habe, ist die Advents- und Weihnachtzeit für mich nicht immer leicht), haben wir uns gestern Abend dann nach Bratapfel- und Zimteis noch mit einem hausgemachten Bratapfel ins Bett verkrochen und zur Ablenkung noch ein wenig Trash-Tv gesehen. 

Manchmal brauche ich das.



Ansonsten habe ich versucht, die ganze Woche ein paar weihnachtliche Hörbücher zu hören, wobei ich festgestellt habe, dass es da für Erwachsene gar nicht so viel gibt (es sei denn, man steht auf winterliche Liebesschmonzetten). Oder könnt Ihr mir etwas empfehlen???

Also liefen bei mir vor allem Kinderhörbücher: 
Die drei Fragezeichen-Kids (u.a. Der Weihnachtsdieb), Die drei Ausrufezeichen (die weibliche Version, wobei man schön darüber streiten kann, ob die Welt diese Reihe braucht und wieso es neuerdings immer weibliche Varianten diverser Serien, Filme, Bücher oder selbst Kinderüberraschungseiern gibt und ob das nicht mehr trennt als etwas mit vermeintlicher Emanzipation zu tun hat - hier habe ich Weihnachtsmann gesucht gehört).

Bei den Erwachsenen-Hörbüchern fiel mir nur die Jahreszeitenreihe einer Krimiserie in die Hände, die ich sowieso gerade höre und vor allem auf den friesischen Inseln spielt (Nina Ohlandt - Die Reihe rund um Kommissar Benthien).

Hier gab es dann mit "Ist so kalt der Winter" einen weihnachtlichen Fall, in dem - Überraschung - ein Weihnachtsmann einem Mord zum 


Opfer fällt.

Ich fand die Geschichte aber gar nicht so schlecht, auch wenn es sich hier "nur" um eine Kurzgeschichte handelt und die Herzensfrau mir schon vorher den Mörder verraten hat (*grumpf*).

Überhaupt wird Weihnachten offenbar gern mit Mord und Totschlag verbunden, wie ich jedes Jahr aufs Neue feststelle, wenn ich mich in der Literaturecke so umgucke. So habe ich auch - diesmal in Buchform - noch zu einem 2. weihnachtlichen Krimi gegriffen: Alles schläft, einer wacht. Ein Mann, dessen Frau im Frühling bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen ist, glaubt diese in einem Fernsehbericht über den Ulmer Weihnachtsmarkt erkannt zu haben. Keiner will ihm glauben. Leist sich bis jetzt ganz gut, mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

So, jetzt werde ich aber erstmal ein paar Spiele einpacken und losfahren. Wir lesen uns heute Abend wieder.


Update, 22 Uhr: Jetzt ist es doch später geworden, als geplant. Das kommt davon wenn man beim Spieleabend Essen beim Sushi-Dealer bestellt und der dann über eine Stunde auf sich warten lässt. Da wollte ich schon längst wieder zu Hause sein. Meine Konzentration ist momentan nämlich abends nicht mehr die Beste und spätestens ab 19 Uhr konnte mich mein Patenkind (2 Jahre, 4 Monate) beim Memory in die Tasche stecken.

Dennoch war es ein schöner Abend, zumal der Zwerg nun auch manche Spiele schon besitzt und mitspielt.

Wir "Großen" haben - zum Glück etwas früher am Nachmittag, als ich nochbaufnahmefähiger war - eine Runde KELTIS gespielt, während die Herzensfrau mir weihnachtliche Bilder vom Dresdner Striezelmarkt aufs Handy schickte.


Ich gebe zu, der hoteleigene Whirlpool, von demnsie schrieb, hat schon gewisse Neidgefühle hochkommen lassen.

Stattdessen liege ich nun schon ziemlich geschafft im Bett (mit mir ist echt nichts mehr los abends 😴) und drehe noch eine Blogrunde, während ich mich gleichzeitig über das vorgezogene Weihnachtsgeschenk meines Patenkindes freue.



Danke für Eure weihnachtlichen Hörbuchtipps. Ich schau mal, was ich mir davon zum Schlafen auf die Öhrchen packe.
Habt noch einen schönen restlichen 2. ADVENT.




Sonntag, 2. Dezember 2018

Arianas Adventslesen - 1. Advent 2018

Sonntag, 1. Advent, 13 Uhr: Ich freue mich, dass Arianas Adventslesen auch in diesem Jahr wieder
stattfindet und bin gern wieder dabei, um ein wenig von meinen Adventswochenenden zu berichten.

Diese sind leider oft arbeitsreich oder anderweitig vollgepackt, so dass es mir schwer fällt, wirklich in Adventsstimmung zu kommen (wenn die langsam bei mir an die Tür klopft, ist Weihnachten meist wieder vorbei), aber ich mag es unglaublich, bei allen anderen vorbeizustöbern, die ebenfalls am Adventslesen teilnehmen und mich von all den weihnachtlichen Beiträgen und Buch- oder Hörvorschlägen inspirieren zu lassen.

Vielen Dank an Ariana für die alljährlich stattfindende Aktion. Das ist mittlerweile zu einer so lieb gewordenen Tradition geworden, dass ich unheimlich traurig wäre, wenn sie mal nicht statt finden würde.

Gestern waren wir beim Tag der offenen Tür der ABRAFAXE, denn seit einiger Zeit lesen wir (immerhin mittlerweile beide Mitte 40 :o)) die Hefte, die in unserer Kindheit kaum zu bekommen waren, wieder unheimlich gern.

Im Sommer bin ich auf die Luther-Reihe gestoßen, die letztes Jahr anlässlich des Reformations-Jubiläums gestaltet wurde und ich war wirklich fasziniert von den gut recherchierten und gleichzeitig humorvollen Geschichten.


Noch faszinierter stand ich gestern nun im "Steinchen für Steinchen"-Verlag und unterhielt mich mit den ZEICHNERN, denn das Mosaik wird wirklich noch per Hand GEZEICHNET. In mühevoller Kleinarbeit mit Pinsel und Tusche. Einzig die Colorationen passieren mit dem Computer.

(Ich im Gespräch mit dem Zeichner der Abrafaxe)

Man liest die Hefte noch viel ehrfurchtsvoller mit diesem Hintergrundwissen. Die Schreibtische waren übersät mit historischen Nachschlagewerken, denn die Macher wollen möglichst nah an der Historie ihre Hefte gestalten.
So gibt es in jedem Mosaik-Heft mittlerweile auch Zusatzseiten mit Erklärungen zu den historischen Fakten in jedem Heft.

Nachmittags habe ich noch selbst gemachte Adventskalender an Freunde verteilt (man kann mittlerweile wunderschöne Foto-Adventskalender sehr persönlich mit entsprechender Software gestalten) und abends waren wir noch in der Kulturbrauerei beim LUCIA-Weihnachtsmarkt. Ein skandinavischer Markt, der fernab von dem üblichen Weihnachtsfest-Konsum-Wahnsinn mit schwedischem Glögg und Elch-Wurst zum Verweilen einlädt.

Aber leider auch unglaubliche Massen anzieht. Mir waren das einfach zu viele Menschen. Aber Samstag Abend steppt wohl überall der Bär.

Heute wollen wir Bratäpfel machen und ich werde wohl noch ein wenig im (derzeit) letzten Band der Nightingale-Schwestern schmökern - mit weihnachtlichem Titel, aber schrecklichem Inhalt: im Jahr 1944 hat fast jeder Brite Verluste durch den von den Deutschen verursachten Krieg erlitten und die Krankenschwestern müssen sich nun um deutsche Kriegsgefangene kümmern, was sie zum Teil in unglaubliche Gewissenskonflikte stürzt.

Ich weiß noch gar nicht, was ich lesen soll, solange kein weiterer Band aus der Reihe vorliegt. Die Nightingale-Schwestern haben mich jetzt das ganze Jahr begleitet und ich habe die Figuren sehr lieb gewonnen.

Es fühlt sich immer seltsam an, wenn es dann erstmal nicht weiter geht - oder so eine Reihe beendet ist.



Update, 18.30 Uhr: Aus dem Bratapfel ist es leider nichts geworden, weil mich am Nachmittag die Müdigkeit packte (die Dunkelheit draußen macht einen ja echt irre) und ich mich dann doch eher für ein kleines Schläfchen entschied. Wobei mich beim Einschlafen die "Drei Fragezeichen-Kids im Weihnachtsland" begleiteten.

Erst war ich ja als passionierte "3 Fragezeichen-Hörerin" etwas skeptisch, ob der Hörspielableger es mit dem "großen Vorbild" aufnehmen kann, aber bis jetzt bin ich positiv überrascht: interessante und bekannte Sprecher, ein spannender Fall und weihnachtliches Feeling.

Auch wenn es sich bei der Geschichte eigentlich um einen Adventskalender-Geschichte in 24 Kapiteln handelt - ich konnte nicht widerstehen und habe sie gleich in einem Rutsch durchgehört.

Dann war es auch schon wieder Zeit nach Hause zu fahren, da ich das WE bei der Liebsten verbracht habe und mich nun auf die Woche vorbereiten muss.







Sonntag, 4. November 2018

Lesesonntag im November - 04.11.2018

Da das Herbstlesen so unglaublich schnell zu Ende war, hat mich Konstanze mit den Lesesonntagen getröstet und auch wenn ich heute nur ein wenig zum Lesen gekommen bin, so war meine ganze Woche doch von einem speziellen Buch - ja Autor-  geprägt, von dem ich Euch hier gern berichten möchte.

Aber dafür muss ich etwas weiter ausholen.

Als ehemaliges DDR-Kind konnte ich in meiner Kindheit und Jugend nur auf so viele Bücher zurückgreifen, wie es tatsächlich gab und das hieß für mich irgendwann, dass ich als Leseratte schon früh so ziemlich jedes Buch gelesen hatte, was die Kinder-Bibliothek hergab (kaum vorstellbar bei dem Überfluss an Büchern, der heute herrscht).

Insofern bin ich schon bald auf die Erwachsenenbücher umgestiegen, habe u.a. die Kriminalromane von Conan Doyle gelesen und zunehmend eine immer geringere Spannung wahrgenommen, da die Bücher für mich in ihrem Spannungsbogen immer vorhersehbarer wurden.

Insofern mussten bald immer "stärkere" Krimis" mit immer mehr Leichen her, die mich aber auch bald nicht mehr reizten.

Mit der Wende konnte ich auf neue Bücher zugreifen und das erste Buch, was ich mir von meinem "Westgeld" kaufte, war "Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King (Foto von WIKIPEDIA.de).

Tatsächlich wurde ich in den 90er ein Fan des Grusel-Genres und las so ziemlich alles, was der Markt hergab: Dean R. Koontz, Peter Straub u.a.

Irgendwann kam aber der Tag, an dem ich mir da wirklich ein bewusstes STOPP setzte und mich fragte, was das mit mir und meiner Seele macht, wenn ich mir ständig auf Neu-Deutsch: "so ein Zeug reinziehe".

Also habe ich damit faktisch aufgehört und über 20 Jahre nichts dergleichen mehr angefasst. Und stattdessen Germanistik studiert. :o))

Nun habe ich - passend zu Halloween - ein Podcast zum 70. Geburtstag von Stephen King über ihn und seine Bücher gehört. Und musste festellen, dass es Menschen gibt, die King durchaus als LITERATUR verstehen, ja ihm mittlerweile Kultstatus verleihen.

Dabei wurden einige Bücher angesprochen, die ich aus meiner Jugend noch kannte, aber auch so viele "neue", die ich in den letzten Jahr(zehnt)en verpasst hatte, so dass mich die Neugier doch zu SKOOBE trieb, um mal zu schauen, was es dort denn so vom Altmeister des Grauens gibt.

Und tatsächlich ist das einiges und noch am selben Abend blieb ich an "Langoliers" hängen (was meine damalige beste Freundin las, als wir ungefähr 17 waren, aber zu dem Zeitpunkt habe selbst ich mich nicht recht herangetraut, da ich bis heute ohnehin schon unter Flugangst leide), was ich mittlerweile bis zu Hälfte ausgelesen habe (das einzige, was mich echt wahnsinnig macht, ist, dass es in alter Rechtschreibung verfasst ist).

Worum geht es? Bei einem Nachtflug nach Boston verschwinden alle Passagier bis auf 11. Das einzige, was die anderen zurückgelassen haben, sind sämtliche Gegenstände aus Metall, auch solch, die eigenlich "in" Körper gehören, wie z.B. Herzschrittmacher. Die, die nich im Flugzeug sind, haben geschlafen und stehen nun vor einem Rätsel und vor allem der Frage: wie und wo landen.

Was soll ich sagen? Ich war sofort wieder gefesselt (auch wenn ich mich dunkel erinnere, dass Ganze schonmal als Film gesehen zu haben) und musste festellen, dass es gar nicht so wahnsinnig blutig bei King zugeht (was sicherlich auch ein bisschen vom Buch abhängt, was man gerade in der Hand hat), sondern er vielmehr ein unglaubliches Gespür für Menschen und deren Abgründe hat.


Ich werde die dunkle Jahreszeit wohl nutzen, um mal einiges nachzuholen, was da in den letzten Jahren so geschrieben worden ist - bis wohl wieder so eine gewisse Übersättigung eintritt.Oder ich mich abends nicht mehr traue ohne Licht einzuschlafen.

Habt Ihr ein Lieblingsbuch von Stephen King?


Sonntag, 28. Oktober 2018

Herbstlesen #5 - Sonntag, 28. Oktober 2018

19.30 Uhr (Winterzeit!): Heute klinke ich mich etwas spät, aber zumindest noch innerhalb des Wochenendes in das Herbstlesen ein. Immerhin ist es schon wieder das letzte Wochenende (unglaublich), an dem wir uns auf die Art gemeinsam treffen.
1000 Dank an Konstanze, die dies jedes Jahr initiiert und ermöglicht.
Ich genieße die Zeit mit Euch immer sehr.



Eigentlich wollte ich gestern schon dabei sein, immerhin war ich im Urlaub - aber die Betonung liegt auf "war", ich bin nämlich vorzeitig abgereist.

Ich bin ursprünglich an die Ostsee auf der Suche nach Ruhe und Frieden gefahren und die hatte ich auch - solange ich in meinem Zimmer blieb oder an der Ostsee entlang spazierte.
Aber an die musste ich erstmal kommen. Das Hotel war nämlich einfach nur voll (überfüllt!), was dazu führte, dass man z-T. eine halbe Stunde auf einen Fahrstuhl warten musste (bei 15 Etagen       durchaus notwendig), so dass sich die älteren Leute schon notgedrungen Stühle ins Erdschoss gestellt hatten und flachsten, dass man jetzt noch Essen bringen könnte.

Auch dies musste man nämlich z.T. im Stehen einnehmen, weil zuviele Leute gleichzeitg auf das Buffet stürzten. Und das, obwohl man schon versuchte, die Leute in mehreren Schichten essen zu lassen.
Das führte dazu, dass ich mir morgens um 7 Uhr (!) den Wecker stellte, um zum Frühstücken einen eigenen Platz zu bekommen. Was genau so lange klappte, bis in dem Hotel ein Ärztekongress stattfand, die dann auch alle so früh mit mir aufstanden.

Ich war echt genervt - so viele Menschen auf einem Haufen sind einfach nichts für mich. Ich trinke gern in Ruhe meinen Tee, lese vielleicht noch ein wenig oder schaue in der Gegend herum. Aber so war ich fast nur auf der Flucht.

Ich habe einige schöne Ausflüge unternommen, etwa nach Flensburg oder Eckernförde, aber irgendwann hat es auch nur noch geregnet und ich wollte auch einfach mal die Füße hochlegen.

(Skulptur in Eckernförde)


(Toilettenhäuschen in Flensburg)


Deswegen habe ich gestern spontan alle meine Sachen ins Auto geworfen und bin nach Hause gefahren. Ich wollte einfach mal wieder im Bett liegen, ohne sofort aufzuspringen, um Essen zu bekommen und in Ruhe meinen Tee trinken.
(Außerdem fehlte mir zugegebenermaßen die Herzensfrau wie verrückt. )

Schade. Denn eigentlich hätte es dort sehr schön sein können.

Auf dem Rückweg habe ich (da ich mittlerweile "Winter der Welt" beendet habe), den ersten Teil der Jahrhundert-Trilogie gehört: "Sturz der Titanen".
Tatsächlich hatte ich das ursprünglich verwechselt. So gab es nun ein Wiederhören mit den bereits bekannte Figuren aus dem Nachfolger mit ihren jüngeren alter Egos.

Ursprünglich wollte ich gleich mit dem dritten Teil weitermachen, auf den ich mich gefreut habe, immerhin werden da Zeiten behandelt, die ich z.T. selbst erlebt habe. Aber irgendwie bin ich nicht recht in die Geschichte reingekommen.

"Sturz der Titanen" gefällt mir besser. Und das höre ich nun auch, während ich erstmal Berge von Wäsche wasche. Und gleich mal schaue, wie es Euch so geht.

Habt Ihr auch so mit der Dunkelheit nach der Zeitumstellung zu kämpfen?
Ich bin so froh über meine kleine Tageslichtlampe!.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Herbstlesen #4 - Wochenende 20./21.Oktober 2018

Auch für das letzte Herbstlesewochenende schreibe ich diesmal rückblickend eine Zusammenfassung, da ich am Sonntag in den Urlaub nach Schleswig-Holstein an die Ostsee gefahren bin und der Samstag noch mit Reisevorbereitungen belegt war.

In den Tagen davor, bin ich kaum dazu gekommen, da ich nach der Arbeit u.a. einen Nachmittag mein Patenkind beaufsichtigt habe (und gefühlte 20 Pixie-Bücher vorgelesen habe), einen Nachmittag mit Herzensfrau und Stieftochter im Zoo war (wir sind seit Neuestem stolze Besitzerinnen einer Jahreskarte) und einen anderen Nachmittag beim Baby-Schwimmen.


Beide Kinder halten uns momentan ganz schön auf Trab und während ich in der S-Bahn von A nach B getingelt bin, habe ich vor allem Band 7 der Nightingale-Schwestern weiter gelesen sowie einen Krimi von Erik Berg (Das Nebelhaus) angefangen, der mir am Donenrstag eher zufällig in die Hände gefallen ist und an dem ich kleben geblieben bin.

Wenn ich zu müde zum Lesen war, habe ich mich bei AMAZON PRIME zudem durch sämtliche Filme mit Meryl Streep geschaut. Ich liebe diese Frau!

Umo mehr ich freue mich nun auf ein paar Tage Zeit für mich.

Am Samstag und Sonntag habe ich insofern vor allem Hörbuch gehört, da Packen und Autofahren "nebenbei" gut zu bewältigen ist.
Noch immer höre ich "Winter der Welt", was sich jedoch nach über 20 Stunden so langsam dem Ende zuneigt, worüber ich ganz froh bin. All die Grausamkeiten des Krieges sind so geballt nur schwer zu ertragen und tatsächlich sterben nach und nach viele Figuren an den mehr oder weniger unmittelbaren Folgen.

So habe ich zwischendurch auch immer mal wieder "fremd gehört" und etwa in "Hüter der Erinnerung" hineingehört (wobei ich Monika Bleibtreu als Sprecherin in diesem Hörbuch auch beim 2. Hören etwas öde finde - meine Rezension aus 2016 findet ihr hier) sowie einen neuen Krimi von Arno Strobel ("Das Rachespiel") angefangen, der aber auch nicht gerade nervenschonend ist.

Insofern ist wohl abzusehen, dass ich bald mit dem 3. Teil der Milleniums-Trilogie von Ken Follett,"Kinder der Freiheit", weiter machen werde. Wohl auch, weil ich mich mit dieser Zeit noch sehr viel stärker identifiziere und auf die Umsetzung gespannt bin.

Ansonsten habe ich Konstanze Bilder von der Ostsee versprochen, die hier nun folgen. Gestern war das Wetter noch wunderschön und genau richtig, um zu fotografieren, während man heute das Gefühl hat, dass die Welt untergeht. Herbst eben. So langsam wurde es aber auch Zeit dafür.






Dennoch bin ich der Herzensfrau sehr dankbar für die Tagelichtlampe, die sie mir bei meiner Abfahrt noch auf meinen Rücksitz gelegt hat - wohl wissend, wie sehr ich mit der dunklen Jahreszeit zu kämpfen habe.
So kann ich dies schreiben, während ich hoffentlich parallel etwas Vitamin D tanke.



Lasst es Euch gut gehen.

Montag, 15. Oktober 2018

Herbstlesen #3 - Wochenende 13./14.Oktober 2018

Da ich am Wochenende überhaupt nicht zum Bloggen gekommen bin, aber zumindest gedanklich am Herbstlesen teilgenommen habe und auch immer wieder versucht habe, Eure Beiträge dazu zu lesen, möchte ich hier zumindest eine Zusammenfassung meines letzten Herbstwochenendes schreiben.

Irgendwie war die Woche ziemlich arbeitsintensiv und ich hatte mit totaler Müdigkeit zu kämpfen in Korrelation mit meinem Schreibtisch, der sich vor anstehenden Korrekturen bog.

Trotzdem habe ich versucht, in der vorigen Woche immer mal rauszugehen und etwas von der unglaublichen Herbst-Sonne zu tanken (u.a. war ich in der tollen Dahlien-Ausstellung im Britzer Garten) - und das Sonnetanken war auch mein Vorhaben für's Wochenende. Das Wetter meint es ja noch wirklich gut mit uns.



 Ich wollte eigentlich unheimlich gern mal den nördlichen Mauerradweg fahren, da ich diesen - im Gegensatz zum südlichen - überhaupt nicht kenne. Irgendwie konnten die Herzensfrau und ich uns aber freizeittechnisch nicht so recht einigen und letztlich waren wir stattdessen ein wenig spazieren, Eis essen und rudern, was auch sehr schön war. Mit Wasser bekommt man mich ja immer.




Am Sonntag war ich in meiner Eigenschaft als Patentante gefragt und bin zum Gottesdienst mit meinem Patenkind gefahren.
Die Pfarrerin hatte alle Täuflinge des letzten Jahres eingeladen und einen wirklich schönen Kindergottesdienst mit anschließendem Kartoffelsuppeessen veranstaltet.



Danach haben wir das schöne Wetter noch genutzt und ich bin mit ihr in den Garten ihres Vaters gefahren, der froh war, mal in Ruhe seine Pflanzen pflegen zu können, während wir Verstecken u.ä. gespielt haben (die Mama musste arbeiten).

Dazu muss man sagen, dass der Zwerg gerade 2 Jahre ist und ich ihr also das Versteckspielen erstmal beibrachte.
Dazu haben wir uns abwechselnd versteckt. Soweit der Plan.
Sie hat mich super gesucht und gefunden (ich habe es natürlich nicht so schwer gemacht), fand es dann aber total logisch, sich dann immer an genau der Stelle zu verstecken, wo ich vorher auch war.
Das muss ich ihr irgendwie noch beibringen, dass ein neues Versteck vorteilhafter wäre. *lach*



Mit dem Bauch voller Keksen bin ich dann schweren Herzens zurück an meinen Schreibtisch, wobei die Arbeit dann aber etwas schneller von der Hand ging, zumal ich mich abends nochmal mit der Herzensfrau getroffen habe, um den letzten Tag von "Berlin leuchtet" fotografisch noch mitzunehmen.








Es gab schon Jahre, da bin ich mit Skihose, 3 Pullovern und Schal umhergelaufen. Gestern konnten wir das noch mit offener Jacke machen. Wahnsinn.

Zwischendurch habe ich an diesem Wochenende immer mal versucht, ein wenig Hörbuch zu hören (immer noch "Winter der Welt"), wobei ich aufgrund der Schwere des Themas auch immer wieder Pausen machen muss und gerade keinen richtigen Ausgleich mit einem anderen Hörbuch finde.
Vielleicht mal wieder ein Krimi - mal sehen. Oder hat jemand einen schönen Tipp für mich?

Den 6. Band der Nightingale-Schwestern habe ich gestern beendet und gleich den 7. angefangen, wobei bei mir gerade so eine leichte Themenübersättigung einsetzt, was schade ist, weil ich diese Reihe liebe.
Wohl auch durch den weihnachtlichen Titel, der eher in unser Adventslesen passt, habe ich zur Abwechslung dann auch mal wieder zu anderen Büchern gegriffen:

SKOOBE hat ein Buch reingestellt, was ich schon seit einer Weile lesen wollte:

"Die RAF hat Euch lieb" von der Tochter von Ulrike Meinhoff, Bettina Röhl. wobei ich schon nach der Einleitung nicht weiß, ob ich das Buch noch weiterlesen mag, immerhin stellt sie mal eben 50 Jahre RAF-Forschung, Dokumente, Dissertationen, Zeitzeugen etc. komplett in Frage.
"Alles war anders" ist der Tenor. Tja.

Zudem hatte hier jemand "Wortwächter" von Akram  El-Bahay empfohlen, was ich ebenfalls begonnen habe.
Schon die Kurzbeschreibung hatte mich so gefessselt, dass das Buch sofort auf meine Merkliste gewandert ist. Ich denke gerade viel über den Einfluss der Medien auf unser Sein und das Thema "Achtsamkeit" nach und da passt dieses Buch, was ein Hommage an das Lesen ist, sehr gut.

"Du wolltest es doch" liegt auch schon ewig auf meinem KINDLE und ist ebenfalls von mir begonnen worden, auch wenn dieses Buch aufgrund seiner Missbrauchthematik ebenfalls kein einfaches ist.

So bin ich zur Zeit mit einem breiten Lesespektrum ausgestattet und springe ein wenig.

Die nächsten beiden Wochenenden werde ich mich wohl aus Schleswig-Holstein melden, da ich tatsächlich noch kurzfristig einen Urlaubsplatz an der Ostsee bekommen habe (yipieh!).
Ich kenne sonst nur die mecklenburgische Seite und bin schon gespannt. Sonntag geht's los.

Leider wartet bis dahin aber auch noch eine Menge Arbeit auf mich.

Liebe Grüße,