Mittwoch, 17. Januar 2018

REZENSION: Kinderland


Titel: Kinderland
Autor: Mawil
Seiten: 280
Verlag: Reprodukt


Kurzinhalt (Verlagstext):

Ostberlin im Sommer 1989: Mirco Watzke steckt in der Klemme. Der sonst so vorbildliche Schüler der Klasse 5a hat Ärger mit den blöden FDJlern, und der Einzige, der ihm dabei helfen kann, ist ausgerechnet dieser unheimliche Neue aus der Parallelklasse…


Meine Meinung:

Kinderland ist ein Comic. Ein unheimlich dicker Comic. Der mit einer unglaublichen Liebe zum Detail gezeichnet ist.
Und mit einem unglaublichen Erinnerungsvermögen an Kindheit in der DDR.

Schon die ersten Bilder haben mich angesprochen: Da sieht man ein Kinderzimmer mit einem Sandmann, einem Mosaikheft, einem Schlumpf in einem Setzkasten, einem Indianer u.ä.

Ich war sofort von diesen Bildern gefangennommen worden und hätte niemals geglaubt, dass ein Comic mich einmal so in meine Kindheit zurückversetzt.

Bildergebnis für mawilDa sieht man den Protagonisten über dem Waschbecken hängen und Briefmarken ablösen. Da wird beim Tischtennisspielen von "Einschmatz" gesprochen und man sieht den Teenagern in der Disko beim Tanzen zu Depeche Mode zu, während sie in einem nicht vorhandenen Englisch singen: "Pipela Piepel 'soweischubidi"....
 .... und jedes Mal klingelte etwas bei mir und ich dachte: Ja, das habe ich auch gemacht / erlebt /gesagt.
Wir waren Kinder der 80er, das Land um uns zerfiel und wir versuchten das Beste daraus zu machen.

So wie auch Mirko, der mit seinen Kumpels vor allem Tischtennis spielt. Etwas, was sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht.

Die Story als solche wird damit jedoch fast zur Nebensache und so ist der Titel "Kinderland" unheimlich passend, denn das Land der Kinder war ein anderes als das der Erwachsenen, in dem plötzlich die Mauer fällt, während die Clique um Mirko sich vor allem Gedanken um das große Tischtennis-Turnier der Schule macht.

Dass er Mitschülerinnen wie die eifrige Gruppenratsvorsitzende "Angela Werkel" hat (es hat eine Weile gedauert, bis sich der Gag mir erschlossen hat), sind noch nette  Nebenschauplätze.
Und auch wenn ich mit dem abrupten Ende des Comics nicht ganz so glücklich war, hat mir das Buch doch unheimlich gut gefallen und ich werde schauen, was ich noch von "Mawil" finde.


Der Autor/Zeichner ist mein Jahrgang, selbst ein Wendekind - wie ich - und in Ost-Berlin zur Schule gegangen. Ich kenne sogar seine ehemalige Schule. Vielleicht kam mir deshalb so vieles andere auch bekannt vor.

Als Autorenfoto prangt sein ehemaliges Bild aus seinem DDR-Kinderausweis, über das ich mich auch sehr amüsiert habe. Mir gefällt sein Humor.


Fazit:

Wunderbare, überraschende Reise zurück in meine Kindheit. In ein Land, was es nicht mehr gibt und in diesem Comic noch einmal kurz aufleben durfte. Erstaunlich realistisch.




Montag, 8. Januar 2018

REZENSION: Achtsam durch die Rauhnächte



Titel: Achtsam durch die Rauhnächte. Inspirierende Impulse zum Jahreswechsel (👉KLICK💁)
Autorin: Maren Schneider
Länge: 144 Seiten

Verlag: O.W. Barth


Kurzinhalt (Verlagstext):

Auftanken, zur Ruhe kommen, sich neu ausbalancieren und mit einer neuen Ausrichtung das neue Jahr beginnen: All dies gelingt mit Achtsam durch die Rauhnächte. Die bekannte Achtsamkeitslehrerin Maren Schneider gestaltet hier erstmalig ein Achtsamkeits-Retreat für alle, die sich während der magischen Zeit der Rauhnächte bewusst eine Auszeit gönnen wollen. Rituale, Meditationen und Achtsamkeitsübungen begleiten Sie durch diese magische Zeit zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag.
Ein Stück wiedergewonnene Heimat wird zugleich zu einem Retreat mit den effektiven Methoden für mehr Achtsamkeit, Mitgefühl und Klarheit im Leben. Eine perfekte innere Einkehr zum Jahreswechsel mit praktischen Anleitungen Tag für Tag.


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich seit Weihnachten begleitet und ich habe mich jeden Abend darauf gefreut, darin zu blättern und mir Impulse und Ideen für den Tag zu holen.

Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass die Autorin von Anfang an betont, dass all ihre Ideen nur Impulse sein können und niemand sich sklavisch daran halten muss. Selbst die Reihenfolge ist flexibel, obwohl ich beim Lesen schon fand, dass ihre Vorschläge einer inneren Logik folgen.

So ist jeder Tag der Rauhnächte einem Monat zugeordnet - von Janur bis Dezember. Und so wie man am Jahresende Rückschau hält, so schlägt sie diese Rückschau auch am 5. Januar vor, da die Rauhnächte ein Ende fnden.

Die Nächte sind insgesamt von Rückschaurn, Verabschieden, Dankbar ein
 Sowie auch dem Blick auf neue Vorgeben geprägt.

Alle Vorschläge von Maren Schneider sind nur wenige Seiten lang und lesen sich insofern auch problemlos an einem stressigen Tag - wobei die Rauhnächte eigentlich genau das nicht sein sollen.

Dennoch müssen viele von uns in der Zeit auch arbeiten, doch auf für solche Menschen sind die vielen Übungen (für die es in der EBOOK-Version auch You-Tube-Links mit Anleitungen gibt) geeignet.

Diese dauern eigentlich nur wenige Minuten und kann man oft auch in den Alltag - gern auch über die Rauhnächte hinaus einbauen.

Mir persönlich hat vor allem etwa die Atemübung gefallen, bei der man sich allein auf seinen Atem konzentriert - und auf nichts anderes sonst, seien es störende Gedanken oder ähnliches.
Das ist schwerer, als es hier klingt. Kann man aber auch gut mal an der Bushaltestelle machen.

Überhaupt ist das Konzentrieren auf das Hier und Jetzt eine der wichtigsten Säulen dieses Buches. Etwas, dass wir in unserem schnellen und digitalen Alltag im Prinzip verlernt haben. Es ist nicht zu verleugnen, dass Maren Schneider Achtsamkeitslehrerin ist.

Sie empfiehlt, sich jeden Morgen seine Träume aufzuschreiben, das Wetter zu betrachten (weil auch dies Aussagen über Kommendes machen kann), Gedanken und Vorhaben zu notieren.

Viele Ideen der Autorin gefallen mir insofern sehr und haben mir schon beim Lesen ein beruhigendes Gefühl vermittelt. Dazu zählt auch ihre freundliche und zugewandte Art - deutlich auch etwa darin, dass sie Wert darauf legt, während der Rauhnächte auch anderen Menschen zu gedenken, die einen im Leben begleiten oder begleitet haben.

Auch dass man die meisten Übungen von seiner persönlichen Kuschelecke aus machen kann und soll, die man dafür extra gemütlich einrichtet, klingt schon nach Erholung pur.

Anderes, wie das permanente Ausräuchern der Wohnung war weniger meins. Aber das ist Geschmackssache.
Aber wie oben schon geschrieben: alles kann, nichts muss.


Fazit:

Ich werde dieses Buch jetzt wohl jedes Jahr zur Hand nehmen und mich inspirieren lassen. Der Autorin ist es gelungen, mir den Zauber der Rauhnächte nahe zu bringen.



Ich habe mir infolgedessen bereits ein neues Buch mit einem 14Tage-Programm besorgt, was mir nun bei der Ent-Schleunigung und Ent-Digitaliserung meines Lebens (eines meiner Vorhaben für 2018) helfen soll: SWITCH OFF UND HOL DIR DEIN LEBEN ZURÜCK.
Mal sehen, ob das genauso gut funktioniert. Ich werde Euch berichten.

Montag, 1. Januar 2018

Rückblick auf 2017

 BÜCHER

2017 fing lesetechnisch bei mir großartig an und ich konnte schon hoffen, meine Leseflaute überwunden zu haben.
Dann bin ich im Sommer über die Liebe gestolpert - und alles andere wurde unwichtig.


Aber ich stresse mich deswegen schon lange nicht mehr, sonst würde ich irgendwann den Spaß am Lesen komplett verlieren. Lesen soll Spaß machen und Entspannung sein.
Und ich habe in diesem Jahr auch viele andere Dinge gemacht, in denen man einfach nicht gleichzeitig ein Buch in der Hand haben kann (siehe unten).

Traurig bin ich nur, wenn ich meine eigentlich geplante Lesezeit irgendwie anders verdaddele und ewig am Handy hänge o.ä.
Das soll in diesem Jahr auf jeden Fall anders werden.

Gelesene Bücher gesamt:
27 (~ 2,3 pro Monat)

Gelesene Seiten:
ca. 7000 (~ 500 pro Monat)

Buch mit den meisten Seiten:
Gute Frage.... seit ich einen Ebook-Reader hab, habe ich kein wirkliches Gefühl mehr dafür.

Lesestärkste Monate (nach Büchern):
Der Januar, mit insgesamt 8 Büchern.

Leseschwächster Monat:
Tja, Juni, Juli, September und November. Da habe ich nämlich nicht ein Buch beendet.
Im Sommer war ich schwer verliebt und im (Spät)Herbst hatte ich ein Buch auf dem Nachttisch, was ich ewig nicht zuende bekommen habe und mich regelrecht blockiert hat, was Neues anzufangen.

Highlight 2017:
"Geheimnis in Weiß" mochte ich sehr gern, da es mich an Agatha Christie erinnerte. Und "Marthas Widerstand" ist mir lange nachgegangen.

Flop 2017:
Ein richtig schlechtes Buch hatte ich in diesem Jahr zum Glück nicht. Auch wenn sich manche ziemlich gezogen haben und mich nicht so recht fesseln konnten. Dazu zählt "Der Tag, an dem wir dich vergaßen" und "Die Pfanne brät nicht".

Verteilung nach Genre:
Ich lese momentan erstaunlich gern Krimis/Thriller (13), obwohl ich das gefühlt eher abstreiten würde.
Danach bleibe eher meiner Liebe zu schwullesbischen Romanen (2) treu. Hier waren "Rückkehr ins Leben" und "Hinter dem Schein die Wahrheit" meine absoluten Highlights.

Zwischendrin verirrte sich auch mal das eine oder andere Sachbuch (4). Sehr gut gefallen hat mir hier besonders die neue Biografie über Gudrun Ensslin "Poesie und Gewalt".

Außerdem habe ich in diesem Jahr die Graphic Novels für mich als neue Art des Lesens entdeckt. Überhaupt gefällt mir, wie einige Bücher neuerdings illustriert sind und dadurch zu ganz neuen Schätzen werden. Ich fühle mich durch diese Bilder emotional unglaublich angesprochen.
Dazu zählt etwa die Neuausgabe von "Der kleinen Meerjungfrau".
Gerade erst habe ich auf dem Weihnachtsmarkt die von Benjamin Lacombe illustrierten Bücher entdeckt, die mich ebenfalls sofort in ihren Bann gezogen haben.

Nun hoffe ich darauf, dass sich einige Menschen daran erinnern, dass ich in ein paar Tagen Geburtstag habe. *grins*



HÖRBÜCHER

Selbst Hörbücher habe ich kaum noch gehört, da ich in den letzten Monaten irgendwie auf Podcasts umgestiegen bin.
Dennoch habe ich wieder mit Begeisterung an der Challenge von Ariana teilgenommen und immerhin 30 Hörbücher dafür gehört und rezensiert.

Hier mochte ich besonders "In einem tiefen dunklen Wald" und "Die Bestimmung".




PRIVATES

Mein Leben hat sich in diesem Jahr noch einmal komplett umgekrempelt, als mir im Juni die Liebe begegnete und mit solcher Wucht eingeschlagen hat, dass es sich seitdem anfühlt, als würden wir dauerhaft auf der Überholspur leben.

Dies hat sicher auch mit einigen Altlasten zu tun, die sich noch nicht komplett abstreifen ließen.

Hier würde ich mir wünschen, dass wir im Neuen Jahr endlich nach vorn schauen können, ohne permanent zurückgerissen zu werden.

Ich hatte mir für das 20117 auch einiges vorgenommen, wobei ich mir diese Liste monatlich immer wieder vorgenommen haben. Manches ist mir ganz gut gelungen, anderes weniger.

1. Würde ich gern ein Klavierstück fließend spielen lernen, das mir gut gefällt.
Das ist leider überhaupt nichts geworden undb leibt auf meiner To-Do-List.

2. Möchte ich in diesem Jahr gern meinen Keller weiter entrümpeln (eine never ending story!) und viele Dinge wegwerfen/verschenken/verkaufen, um Platz zu schaffen (der Plan ist jeden Tag mindestens eine Sache wegwerfen. Das wären 365 Dinge 2017. Ob das klappt? Es darf jedenfalls nicht genausoviel wieder "reinkommen").
Tatsächlich habe ich vor allem im Herbst/Winter einiges aussortiert und verkauft. Dennoch bin ich lange nicht am Ende, denn je länger ich das mache, umsomehr denke ich über das ene oder andere nach, was auch noch weg kann. Aber all das braucht Zeit.

3. Mir im Autokino oder Freiluftkino einen Film ansehen und in 2017 mindestens 3x ins Theater und/oder in die Oper gehen (habe ich gerade zu Weihnachten wieder sehr genossen).
Im Autokino war ich immer noch nicht, dafür im Freilufttheater, in der Semperoper, im Kriminaltheater und bei Horst Evers und ein paar mal im "normalen" Kino.

4. Würde ich mich gern mal wieder in einer Sache so richtig verlieren, die mich begeistert.
Aus der "Sache" ist ein Mensch geworden, in dessen Augen ich mich mit Vorliebe verliere. Aber ich habe auch einiges neues dieses Jahr ausprobiert, wie Kletter, Marmelade einkochen oder einen Reitkurs.

5. Würde ich gern Tango Argentino lernen (ich liebe diesen Tanz und könnte da ewig zusehen).
Habe ich. Die Grundlagen sind da, irgendwann werde ich das weiter verfolgen. Momentan fehlt mir dafür leider die passende Tanzpartnerin.

6. Möchte ich unbedingt meine Fitness und Kondition wieder verbessern und mindestens 1x die Woche Sport machen (oder, wenn das nicht klappt, zumindest lange spazieren gehen o.ä.).
Anfang des Jahres lief das echt gut, ich war regelmäßig schwimmen, im Fitnessstudio und laufen. Ich weiß nicht, was dann passiert ist. Momentan mache ich leider kaum etwas und würde das gern wieder ändern.

7. Zu meiner körperlichen Fitness gehört auch, dass ich zukünftig weitestgehend auf Zucker verzichten möchte (wer jetzt gerade Schanppatmung bekommt, ich habe das in diesem Jahr wunderbar während der Fastenzeit durchgehalten und damit volle 5 Kilo abgenommen. Leider bin ich danach wieder in alte Gewohnheiten verfallen, was ich mit Beginn des heutigen Tages wieder ändern möchte).
Daran bin ich dieses Jahr ja erfolgreich gescheitert. Mir ging es mit dem Zuckerverzicht körperlich so schlecht, dass ich ihn abbrechen musste. Überhaupt macht mir mein Magen in diesem Jahr ziemlich Probleme.

8. Insofern möchte ich auch gern wieder Hosen tragen, die seit Jahren in meinem Schrank liegen und nicht mehr passen.
Tja, das war wohl nix. Insofern habe ich auch in meinem Kleiderschrank ziemlich ausgemistet. Aber zumindest habe ich auch nicht zugenommen.

9. Möchte ich gern mein Stresslevel runterfahren und Dinge und Lösungen finden, die mich wirklich entspannen.
Ich versuche mir immer wieder bewusst Auszeiten für mich zu nehmen. Dazu gehört auch, dass ich immer mal wieder allein verreist bin. Dennoch muss ich es auch lernen, diese Zeiten effektiv für mich zu nutzen. Meine innere Unruhe machte sich in diesem Jahr leider auch wieder in ziemlichen Schlafstörungen bemerkbar.

10. Möchte ich in diesem Zusammenhang gern bewusst Zeiten einbauen, in denen Smarphone und Pc ausbleiben. Momentan denke ich da gerade an einen digital-freien Tag, wobei ich noch nicht genau weiß, wie sich das wirklich realisieren lässt, da ich doch oft auf die modernen Medien angewiesen bin - auch beruflich.
Tja, einen digital-freien Tag schaffe ich nicht, dafür läuft mittlerweile viel zu viel über mein Smartphone, sei es, dass ich Podcasts höre, eintrage, was ich so getrunken habe oder über SKOOBE lese. Dennoch muss ich mir bewusst freie Zeiten dafür einbauen, um nicht in Versuchung zu kommen, meine Zeit anderweitig zu vertun. Auch ein Vorhaben für 2018.

11. Möchte ich meinen Freunden insofern auch wieder mehr analoge Zeit widmen. Weg von Whats app, hin zu den guten alten Einladungen zuhause. Zudem möchte ich in diesem Kontext auch wieder viel mehr für sie basteln, handarbeiten und ähnliches. Ich habe jetzt zu Weihnachten schon gedacht, wie traurig es ist, dass man im Prinzip keine Weihnachtskarten mehr bekommt (das schärfste war wirklich ein Whats-app-Gruß zu Weihnachten von jemandem, der weder in meinem Adressbuch steht, noch denselben unterschrieben hat. Man fragt sich, was das soll.).
Das ist mir ganz gut gelungen und möchte ich 2018 noch intensivieren. Mindestens einmal im Monat möchte ich einen der Menschen treffen, die mir wichtig sind. Leider wird es bei manchen imemr schwieriger wirklich terminlich zusammen zu kommen. Das finde ich sehr schade.

12. Möchte ich gern endlich etwas zuende schreiben, was ich bereits vor Jahren begonnen habe, jedoch mit großen Schmerzen verbunden ist. Es ist jedoch wichtig für mich, dieses Projekt endlich zu beenden, um nach vorn schauen zu können.
*grumpf* Das macht mich traurig, dass ich das nicht gemacht habe. Aber mit diesem Projekt sind auch sehr viele Emotionen verbunden, denen ich gern aus dem Weg geht. Auch für 2018 auf meiner Liste. Irgendwann muss ich das einfach schaffen.
 
AUSBLICK AUF 2018:

Ich denke, wer bis hierher gelesen hat, dem ich klar, wohin die Reise 2018 für mich gehen soll.

Meine 12 Vorhaben für 2018 sind etwas allgemeiner, da ich sie individuell den entsprechenden Monaten mit Leben füllen will - dafür wohl auch umso komplexer:
  1. mehr Ruhe, auf die innere Stimme hören - sie überhaupt hören
  2. mehr körperliche Bewegung (Fitnesstudio, Sportkurse, Schwimmen, Spazieren)
  3. mehr schlafen und meine Gesundheit wieder stabilisieren
  4. mehr Zeit für mich und die Dinge, die mir gut tun
  5. nicht mehr soviel Zeit digital vertun bzw. gezielter
  6. weiter ausmisten und Platz und Luft und Raum für neue Energie schaffen
  7. in diesem Kontext meinen Keller langsam leer bekommen
  8. schreiben
  9. Klavier spielen
  10. tanzen 
  11. Menschen um mich herum, die mir gut tun
  12. von allem anderen fern halten, was mir nicht gut tut und mich auch weniger über Sachen ärgern, die ich ohnehin nicht ändern kann (nicht jeden Schuh anziehen!)

Ich werde Euch berichten.



Sonntag, 31. Dezember 2017

Ich wünsche Euch....

ein wundervolles Jahr 2018!


Wir werden den Jahreswechsel ganz ruhig zuhause angehen, da wir beide nicht so die Sylvester-Fans sind.

Dafür bin ich dankbar - die Knallerei, die draußen schon wieder stattfindet, seit es Böller zu kaufen gibt, reicht mir bereits.

Egal, was Ihr tut, passt gut auf Euch auf und kommt gut rein!
Wir lesen uns!

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REZENSION: Star Wars Episode I-VI - Die Hörbücher zu den Filmen (Hörbuch)

Titel: Star WARS - Die Originalhörspiele 👜
Autor: Original zum Film

Länge: 6 CDs, 430min.
Sprecher: Joachim Kerzel und die Originaltonspur aus den Filmen



Produktbeschreibung:

Diese Star Wars Hörspiel-Box enthält als Collectors Edition 6-CDs mit den bereits veröffentlichten Episoden:
Episode 1: Die dunkle Bedrohung
Episode 2: Angriff der Klonkrieger
Episode 3: Die Rache der Sith
Episode 4: Neue Hoffnung
Episode 5: Das Imperium schlägt zurück
Episode 6: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Desweiteren findet sich in dieser Box ein umfangreiches Booklet mit unveröffentlichten Fotos der bekannten Kinofilme.
6 CDs - Stereo
Empfohlen ab 8 Jahren



Meine Meinung:

Ich glaube, zum Inhalt muss ich hier nicht viel sagen. Obwohl es ja Menschen geben soll, die NOCH NIE einen STAR WARS-Film gesehen haben.

Die Herzensfrau gehörte tatsächlich dazu. Und da ich jemanden suchte, der sich mit mir Episode VIII im Kino ansieht, haben wir auf unserer Fahrt nach Dresden dann 40 Jahre STAR WARS-Geschichte im Schnelldurchlauf gehört, um sie für den Film zu präparieren.
Denn jedes Hörbuch geht nur knapp eine Stunde, die Handlung ist gerafft.

Auch wenn sie mich bei dem Anblick von Yoda im Kino dann doch fragte, wer das ist. 😁
Das ist halt der Nachteil bei solchen Hörbüchern.
Die ganzen fantasievollen Figuren kann man sich nicht wirklich vorstellen.

Wobei diese mit der Original-Tonspur aus den Filmen laufen. Dazwischen gibt es einen Sprecher (Joachim Kerzel), der die Handlung zusammenfasst oder erklärt.
Manchmal für meine verhältnisse etwas zu pathetisch, etwa, wenn ein "alles verändernder Schlag auf die beiden nichtsahnenden Jediritter" wartet.
Aber das gehört wohl dazu.

Wobei mir nicht klar war, inwieweit man der Handlung dann wirklich folgen kann, wenn man die Filme nicht kennt.
Für mich war das wie Kino, nur ohne Bilder. Die Originaltonspur weckt viele Erinnerungen.

Aber manche Dinge aus dem STAR WARS-Universum sind einfach so abstrakt, dass sie kaum zu erklären sind, wenn man sie nicht sieht.

Was ist z.B. ein Wookie?

Wie macht man jemandem "Die Macht" klar?

Zudem sind diese Hörbücher ab 8 Jahre! Was ich echt sportlich fand. Ich würde das keinem Kind in dem Alter geben.
Ich meine, da wird Anakin Skywalker in Episode III in der Lava gegrillt. Und ähnliche Dinge.

Fazit:

Kino für den Kopf. Ersetzt sicher nicht die Filme, ist aber großartig, wenn man gerade nur hören kann/möchte und nicht soviel Zeit hat.


Samstag, 30. Dezember 2017

REZENSION: Zonenkinder UND Meine freie deutsche Jugend (Hörbücher)

Ich habe mich dazu entschlossen, diese beiden Hörbücher zusammen zu rezensieren, da mich das Hören des einen dazu gebracht hat, zum anderen zu greifen und ich damit beide hintereinander vergleichen konnte.

So gleich das Thema (die DDR) - so unterschiedlich die Herangehensweisen. Insofern haben beide hier nebeneinander ihre Berechtigung, um ein komplettes Bild zu ergeben.


Titel: Zonenkinder
Autorin: Jana Hensel
Länge: 2CDs, 150min.
Sprecherin: Jana Hensel

 Kurzinhalt (Verlagstext):

“Ein Bericht aus einem Land, fremder als der Mond” (Elke Heidenreich)

Jana Hensel war dreizehn, als die Mauer fiel. Von einem Tag auf den anderen war ihre Kindheit zu Ende. Die vertrauten Dinge des DDR-Alltags verschwanden gleichsam über Nacht – plötzlich war überall Westen, die Grenze offen, die Geschichte auch. Eine ganze Generation machte sich daran, das veränderte Land neu zu erkunden. Jana Hensel erzählt von ihrem Leben in der Schwebe zwischen Ost und West.


Titel: Meine freie deutsche Jugend
Autorin: Claudia Rusch
Länge: 2CDs, 150min.
Sprecherin: Claudia Rusch


Kurzinhalt (Verlagstext):
 
So also war das, wenn man in der DDR aufwachsen musste und ohne rechte Überzeugung Mitglied in den staatstragenden Jugendorganisationen wurde, weil man einen höheren Schulabschluss machen wollte.
Claudia Rusch berichtet sehr anschaulich von den Hindernissen, die man in der DDR zu überwinden hatte, als habe man beim Erwachsenwerden mit sich selbst nicht ohnehin schon genug zu tun. Und von der Langeweile, die die begabte Schülerin in den sozialistischen Bildungsanstalten ertragen musste (freilich: das gab es natürlich auch im Westen!).
Manchen hätte das verbittert. Nicht so Claudia Rusch, die natürlich auch eine ganze Menge Glück gehabt hat.

Doch nicht nur aus der Schule plaudert Rusch. Ebenso unterhaltsam erzählt sie von dem Alltag in der DDR, von der Jugendweihe, vom schwierigen Verhältnis zur Banane und zu Schokoladenriegeln aus dem Westen, von der Stasi und deren Spitzeleien, von dem befreienden Gefühl gerade in dem Moment amtlich erwachsen zu werden, als der DDR-Spuk endlich ein Ende hat.


Meine Meinung:

Ich war fast 15 als die Mauer fiel und insofern gehöre ich zur berühmten "Dritten Generation Ost", der auch Jana Hensel angehört. Aufgewachsen in einem Land, dass es nicht mehr gibt, wurden wir entlassen in ein Land, das wir nicht kannten.

In vielem, was sie beschreibt, habe ich mich wiedergefunden, an vieles erst durch das Hörbuch wieder erinnert.

Dabei hat mich während des Hören gar nicht mal so sehr der Inhalt angerührt, auf den sie in ihrem Buch "Zonenkinder" zu sprechen kommt (immerhin gab es in der Vergangenheit schon einige solcher literarischen Rückblicke), sondern die Art, wie sie schreibt.
Und im Falle dieses Hörbuches auch selbst liest. Mir gefällt ihre Stimme, ihre unaufgeregte Art, die sich auch in ihren Worten wiederfindet und dadurch vielleicht erst recht Brisanz entwickelt.

Die Verwirrung und Lücken, die mit dem Mauerfall in meiner Generation entstanden sind, ist sicher symptomatisch für unseren weiteren Lebensweg.

Insofern spüre ich ein "Wir", wenn ich Jana Hensel zuhöre und dass sie mantraartig benutzt, auch wenn sicher nicht alles eins zu eins übertragbar auf jeden Jugendlichen in der DDR ist.

Einige Rezensenten hat dieses kollektive "Wir" furchtbar aufgeregt, ich verstehe es als Blick auf ein Land, in dem wir (Ex-DDR-Bürger) nunmal alle geboren sind und letztlich zum "Kollektiv" erzogen worden sind.

Ein Land, das uns geprägt hat und sicher bis heute noch verfolgt, auch wenn nicht jede(r) sein Lebensziel darin sah, an die Ostsee zu reisen oder Jeans zu tragen.
Jedoch kennt jeder von uns mindestens einen, der genauso gedacht hat. Und insofern hat dieses "Wir" schon wieder seine Berechtigung und ist nicht völlig fern jeder Realität.

Unseren Weg mussten wir nach dem Mauerfall alle neu finden - als Indivuum - und wie "wir" uns letztlich assimiliert haben, auch davon schreibt Jana Hensel.

Dennoch brauchte ich nach dem Hören dieses Buches noch etwas anderes, was den Blick auf die DDR komplettiert.

Dieses "andere" fand ich in "Meine freie deutsche Jugend", was mit einem unglaublichen Gespür für Humor auf die DDR zurückblickt.

Diesen konnte man wohl nur an den Tag legen, wenn man im Umkreis von DDR-Bürgerrechtlern aufgewachsen ist. Und obwohl der Großvater in Stasi-Haft verstarb und die Familie permanent beschattet worden ist, hat sie ihre Lücken gefunden. Davon berichtet Rusch recht flapsig.

Keine Frage, Frau Rusch hatte Glück, ihr Lebensweg hätte bei all dem, was sie erlebt und sich "geleistet" hat, durchaus auch ein anderer sein können (denkt man an die Berichte über Torgau oder Sibirien, in denen Menschen für weniger eingesessen haben).

Dennoch zeigt auch dieser Blick auf die DDR, was möglich war, nicht in einem "Wir", aber doch vom Einzelnen und dass ein gewisser Humor in Notzeiten durchaus überlebenswichtig sein kann.

Ein Humor, der bis heute noch nachwirkt und durch das dieses Hörbuch viel Spaß macht.


Fazit:
Unterschiedliche Perspektiven, die sich mit dem Alltag in der DDR aus privater Sicht heraus beschäftigen. Authentisch gelesen von den jeweiligen Autorinnen, haben beide nebeneinander ihre Berechtigung.



Freitag, 29. Dezember 2017

REZENSION: Göttlich verloren - Göttlich Serie Teil 2 (Hörbuch)

Titel: Göttlich verloren - Göttlich Serie Teil 2
Autorin: Josephine Angelini
Länge: 6 CDs, 427min.

Sprecherin: Tanja Geke





Kurzinhalt (Verlagstext):

Tagsüber die Liebe zu ihrem eigenen Cousin, nachts der Kampf in der Unterwelt: Helen geht wirklich durch die Hölle. Doch auch Orion, der Helen in der Unterwelt zur Seite steht, entwickelt Gefühle für die junge Heldin.
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe. Die volle Packung fantastisches Abenteuer! Endlich nun der sehnlichst erwartete zweite Teil der "Göttlich"-Trilogie! Hier ist alles dabei: Liebe, Fantasy und griechische Mythologie. Die Geschichte ist absolut fesselnd: Spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.


Meine Meinung:

Hmhh. In Band 1 fand ich die Bezüge zur griechischen Mythologie ja noch wirklich interessant. Leider stehen diese hier kaum noch im Mittelpunkt.

In diesem Band 2 latscht Helen vor allem Nacht für Nacht durch die Unterwelt, was recht kräftezehrend ist.
Ihr dabei zu lauschen, ist es irgendwann auch.

Als wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit einer Dreiecksgeschichte herumschlagen: lieber toll aussehender Cousin oder cooler Außenseiter?

Spätestens seit der Bis(s)-reihe nicht mehr wirklich der Aufreger. Ganz zu schweigen von der promisken House-of-nights-Zoey, die mir ja schon vor Jahren mit all ihren Männergeschichten gehörig auf den Zeiger gegangen ist.

Ich war nicht wirklich gefesselt, auch wenn es hier zum Teil recht grausam zu Sache geht. Dabei spielen auch Ameisen eine Rolle. Aber das nur am Rande.

Jedenfalls habe ich jetzt Monate gebraucht, um das Ding überhaupt zu rezensieren. Weil mir absolut NICHTS dazu eingefallen ist. Was wohl auch schon eine Menge aussagt.


Fazit:

Langweiliger Mittelteil einer zunächst vielversprechenden Trilogie. Weiß noch nicht, ob ich mir auch noch den dritten Band anhöre.