Dienstag, 15. Dezember 2015

REZENSION: Ein Geschenk von Bob (Hörbuch)

Titel: Ein Geschenk von Bob: Ein Wintermärchen mit dem Streuner.
Autor: James Bowen
Länge: 2 CDs, 136min.
Sprecher: Carlos Lobo

Kurzinhalt: (Verlagstext)
Der Winter 2010 ist ungewöhnlich hart in England. Im Dezember gibt es heftige Blizzards, selbst in London liegt Schnee und es ist bitter kalt- schlechte Voraussetzungen für einen Straßenmusiker! Schon bald wird das Geld knapp. Während die Londoner hektisch und spürbar in Feierstimmung durch die vorweihnachtlich erleuchtete Innenstadt hasten, ringt James um seine Einkünfte, um wenigstens Strom und Gas zu bezahlen. Ganz zu schweigen von Weihnachten, das er eigentlich noch nie mochte. Er ist der Verzweiflung nahe, doch wie so oft wird Bob ihn überraschen.

Meine Meinung:
In die Bücher um Bob habe ich mich ja schon letztes Jahr verliebt und man sollte diese kennen, wenn man dieses Hörbuch hört.

Es beginnt damit, dass James von einer weihnachtlichen Verlagsfeier kommt - mittlerweile als erfolgreicher Buchautor. Auf dem Nachhauseweg denkt er an frühere Weihnachten zurück, zu denen es ihm noch nicht so gut ging.

Das betrifft Weihnachten, in denen er Bob noch nicht hatte und die er zum Teil im Drogenrausch regelrecht verschlafen hat.

Besonders denkt er aber an ein Weihnachten 2010, in dem soviel Schnee lag, dass er kaum hinausgehen konnte, um sich sein Geld als Straßenmusiker zu verdienen, wobei er regelrecht zugucken kann, wie ihm Strom und Heizung abgestellt werden.

Dies ist ein Weihnachten mit Bob als neuen Mitbewohner und es wird deutlich, wieviel ihm der Kater gibt, für den er Verantwortung übernommen hat. Denn er hat keinen Drogen-Rückfall, sondern kämpft für sich und das Tier.

Wobei es auch Bob ist, der ihm letztlich Einkünfte ermöglicht, da er überhaupt wahrgenommen wird.

So war ich entsetzt über James' Beschreibung eines anderen Obdachlosen, der unbemerkt im Schnee liegt und an dem alle anderen vorüber gehen. Der hat nämlich keine Katze, die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Und so bleibt, wie bei den Büchern davor, ein flaues Gefühl zurück.

Fazit:
Bob erobert auch mein Herz immer wieder im Sturm, aber die Geschichte der Obdachlosen dahinter sollte dabei nicht aus den Augen verloren werden.


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