Dienstag, 5. April 2011

REZENSION: Nachtjagd - Black Dagger 1

Autorin:   J.R.Ward
Verlag:    Heyne
Seiten:    268



Kurzinhalt:

Beth ist Journalistin in New York. Als sie eines Tages an einem Tatort recherchiert, an dem ein Mann in einem Auto in die Luft gesprengt wurde, ahnt sie noch nicht, dass es sich um ihren bisher unbekannten Vater handelt.
Doch das sind nicht die einzigen Neuigkeiten, die auf sie warten. Er war ein Vampir und auch ihre eigene Wandlung steht kurz bevor.
Die Brüder seines Ordens sind ihr schon ganz nahe. Besonders einer. Ihr König: Wrath.


Meine Meinung:

Ich kenne alle Bände von Lara Adrian und bin hier zum ersten Mal mit der Black Dagger-Reige konfrontiert worden. Und war mehr als irretiert:

Wieder Vampire, die einerseits in einer Kriegerkaste (Orden - hier "Black Dagger"), andererseits als Zivilisten leben.
Wieder abnorme Menschen, die sie bekämpfen.
Wieder spezielle Zeichnugnen auf den Armen.
Wieder Frauen, mit denen sie besonders verbunden sind.
Wieder Erotik, Kampf und verschiedene Krieger, die in den Nachfolgebänden besonders betrachtet werden.

Das waren mir etwas viele Gemeinsamkeiten. Was automatisch die Frage aufwirft: Wer hat hier von wem abgekupfert? Entwertet das Lara Adrian oder J.R. Ward?

Hat man sich damit erstmal abgefunden, liest sich das Buch aber definitiv gut. Spannend, erotisch, mit z.T. unberechenbaren Charakteren. Besonders Butler  Fritz ist mir ans Herz gewachsen.
Einer der wenigen Unterschiede zwischen beiden Autorinnen besteht nämlich u.a. darin, dasss es bei J.R. Ward auch eine Art "Dienerkaste" sowie weibliche Vampire gibt.

Was mich aber wirklich geärgert hat, ist, dass das Buch mitten in der Handlung aufhört. So wird man automatisch gezwungen, sich den zweiten Band zu holen - ob man will oder nicht.

So ist dieser Band nur dafür geeignet, die verschiedenen Ausgangssituationen in Ansätzen zu beleuchten: Man lernt die sechs Krieger kurz kennen, erhält wenige Einblicke in die "Arbeit" eines der Anführer der Menschen (Mister X), die Vampire jagen (hier Lasser genannt), verfolgt Beth auf der Arbeit und in Interaktion mit 2 Polizisten - und das war's. Leider. Da kommt man sich am Schluss schon ein wenig veralbert vor.

Fazit:

Düstere und erotische Unterhaltung á la Lara Adrian. Leider unabgeschlossen. Mal sehen, ob die Nachfolgebände weiter solche Parallelen aufweisen.

Kommentare:

  1. Mir ging es hier genauso wie Dir zu Beginn! Ich hatte schon einige Black Dagger-Teile gelesen, bevor ich mir mal den ersten Lara Adrian zur Brust nahm. Die Parallelen sind da tatsächlich erschreckend.

    Der erste Black Dagger ist 2005 erschienen, der erste Lara Adrian erst 2007. Somit sollte also klar sein, wer hier von wem geklaut hat. Ich finde es auch wirklich krass, dass man so offensichtlich eine ganze Serie kopieren kann und damit auch noch Erfolg hat...

    Dass die deutschen Black Dagger in zwei Bücher geteilt wurden ist m.E. auch eine absolute Frechheit vom Heyne-Verlag! Wenn Du Dich nicht scheust mal was auf englisch zu probieren, würde ich es Dir hier unbedingt empfehlen!

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  2. @ Steffi!

    Danke Dir! Vielleicht probier ich das wirklich.

    Aber ich finde das mit den Parallelen auch unglaublich, da hätte es doch bei uns schon den Plagiats-Aufschrei gegeben.....

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  3. Das denke ich mir auch laufend! Dabei sind die Amis doch Weltmeister im Verklagen! ;) Wenn ich da an die Sache mit J.K. Rowling denke, die da prompt vors Gericht gezerrt wurde, da müsste das doch hier schon längst mal vor einem Anwalt gelandet sein...

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  4. Meines Wissens sind Ward und Adrian befreundet, und vielleicht hatte letztere sogar die Erlaubnis zum Kopieren?
    Anfangs gleichen sich die beiden Serien in der Tat sehr, doch Lara Adrian lenkt spätere Teile mit eigenen Ideen in eine etwas andere Richtung...
    LG Sylvia

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  5. @Sylvia: Wirklich? Das hätte ich ja gar nicht gedacht, hatte eher geschätzt, dass die beiden sich nicht sonderlich mögen. ^^ Aber bei google lässt sich zu den beiden leider gar nichts finden, würde mich nämlich mal brennend interessieren.

    Aber gut zu wissen, dass die Parallelen auch irgendwann mal auseinander fallen. Habe die ersten 5 Bände mal geschenkt bekommen und die subben schon seit einer Ewigkeit hier rum! :)

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  6. Hallo Steffi,
    ich weiß momentan nicht, woher ich die Info habe, aber auf der Rückseite von Lara Adrians 1. Serienteil "Geliebte der Nacht" findet sich eine Empfehlung von J. R. Ward. Für eine Freundschaft zwischen den beiden spricht außerdem, dass Adrian in der Danksagung am Ende desselben Buches ein gewisse Jessica Bird, die unter dem Pseudonym J. R. Ward schreibt, erwähnt. :)
    LG Sylvia

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  7. Achja, das ist ja interessant! Ist mir bisher gar nicht aufgefallen! Vielen Dank für die Info! :)

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