Samstag, 16. April 2011

REZENSION: Kriegsengel

Autor:    Margaret & Lizz Weis
Seiten:   414
Verlag:   Blanvalet



Kurzinhalt:
Natalia ist die Managerin des bekannten Rockstars Cain. Die neue Tour läuft nicht so gut an, wie erhofft, Cain zeigt Starallüren, die bei den Fans nicht so gut ankommen.
Als Natalia von dem herumziehenden Exorzisten Matthew hört, beschließt sie, ihn mit in die Show einzubauen, um den Auftritt von Cain wieder interessanter zu machen. Dieser behauptet ohnehin, er sei vom Teufel besessen, sein Song "Posession" ist DER Renner.
Natalia ist beeindruckt, als sie sieht, wie Matthew einen angeblichen Exorzismus durchführt - und ahnt nicht, dass sie es hier mit einem wahrhaftigen Engel zu tun hat. Und Cain nicht nur aus Imagegründen behauptet, er sei vom Teufel besessen.

Meine Meinung:
Nach "Dunkler Engel" war dies mein zweites Buch von Margaret und Lizz Weis. Beide Bücher kann man unabhängig voneinander lesen, obwohl die Protagonisten Derek und Rachel aus dem ersten Buch ganz kurz erwähnt werden und auch der Erzengel William wieder eine Rolle hat.

Matthew selbst ist ein so genannter "gefallener" Engel. Er starb als Märtyrer im Römischen Reich, um seine Familie zu schützen und grollt seitdem Gott. Seit 2000 Jahren wandelt er nun schon auf Erden und existiert eigentlich nur noch. "Ein Engel ohne Flügel, um sich aufzuschwingen. Ein Engel ohne Licht, das ihn umgibt. Ein Engel, dessen weiße Kleidung durch den Dreck und Schmutz gezogen wurde. ein Engel, der sein Schwert der Gerechtigkeit und Wahrheit schon lange in die Gosse gewworfen hat."
Als seine persönliche "Rache" engagiert er sich immer wieder Schauspielerinnen, mit deren Hilfe er einen angeblichen Exorzimus ausführt - was genau daran seine Genugtuung ist, wurde für mich nicht deutlich.

Offenbar brauchten die Autorinnen einen Exorzisten für die nachfolgende Handlung.

Hier wird das Leben das Leben einen Rockstars auf Tour beschrieben und damit Einblick in ein Milieu gewährt, zu dem wir alle irgendwie Bezug haben. Hat nicht jeder von uns mal für einen Star geschwärmt? Und hat man sich nicht schon immer gefragt, warum die einen so wahnsinnig erfolgreich werden und die anderen nicht? Haben da tatsächlich höhere (satanische) Mächte ihre Hand im Spiel? Und welchen Preis zahlen die Stars dafür?

Insofern fand ich diesen Teil der Handlung sehr interessant, auch wenn die Rollen von Gut und Böse klar verteilt sind, das Ende vorhersehbar.
Wobei mir gerade dieses Ende etwas zu abrupt erschien, nicht alle Fragen geklärt.

Für zusätzlichen Charme sorgen Figuren wie der Geist des Großvaters von Natalia, der nicht von ihrer Seite weicht, aber nur von Matthew gesehen /gehört werden kann, was zu gelegentlichen Verwicklungen führt.


Fazit:
Wer Engel mag (und in diesem Kontext auch den christlichen Themenhintergrund), ist hier richtig. Wer sich schon immer gefragt hat, warum einige Menschen solch einen Hype hervorrufen, auch.
 

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