Sonntag, 5. Juni 2011

REZENSION: Mondspur - Black Dagger 5

Autor: J.R.Ward
Seiten: 320
Verlag: Heyne



Kurzinhalt:
Wie immer, muss man den vorhergehenden Band gelesen haben, um zu verstehen, worum es hier geht:
Bella wird noch immer von dem Lesser "O" gefangen gehalten, während die Bruderschaft, allen voran Zsadist, fieberhaft nach ihr sucht. Aber auch sein Zwillingsbruder Phurry kann sie, trotz seines Zölibatschwurs, nicht vergessen.
Zudem erhält der stumme John, der mit Mary zusammen auf der Bildfläche erschien, eine Ausbildung zu angehenden Krieger, wobei eine erstaunliche Entdeckung gemacht wird.

Meine Meinung:
Dieser 5. Band der Black Dagger -Reihe ist meiner Meinung nach der bisher brutalste, aber auch der nachdenklichste. In Rückblenden erhält man tiefe Einblicke in die Vergangenheit der Zwillingsbrüder. Auf der einen Seite Zsadist, der bereits als Kind als Blutsklave verkauft wurde und als ausgewachsener Vampir grausame Dinge über sich ergehen lassen musste. Und Phurry, der seinen Zwillingsbruder suchte und schließlich fand und dabei eine schreckliche Entscheidung fällen musste, um sie beide zu retten.

Man beginnt das Verhalten beider besser zu verstehen, wobei die Tatsache, dass sie sich als Zwillinge nun in die gleiche Frau verlieben, noch zusätzliche Konflikte schafft. Insofern hätte er Titel Bruderkrieg des letzten Bandes hier sehr viel besser gepasst.
Erstaunlich, wie der bisher so grausam und durchgeknallt wirkende Zsadist sich nun auf seine Art einer Frau annähert. Um dann doch wieder Angst vor der eigenen Courage, den eigenen Gefühlen zu bekommen. Und erstaunlich, wie Phurry dies sieht und spürt und unter gewaltiger Kraftanstrengung für seinen Bruder aushält.

Selten hat man auch solche Gefühle in Büchern gelesen. Wahre Menschlichkeit ist offenbar unter Vampiren zu Hause.

Aber mir gefallen auch sehr die Verwicklungen, die sich J.R. Ward für ihre Figuren immer wieder einfallen lässt. An Spannung lassen es die Bände insofern nie fehlen, zumal speziell in diesem fünften mal der S.ex ein wenig in den Hintergrund rückt und die einzelnen Personen dafür näher beleuchtet werden. Dabei werden auch nie die Hauptfiguren der vorhergehenden Bände, wie etwa Beth oder Rhage außer Acht gelassen.

Wobei ich mich persönlich imemr noch über Butler Fritz freue, der es persönlichen Affront ansieht, wenn mal ein anderer außer ihm Kuchen bäckt. Herrliche "Normalität" in der sonst so harten Vampirwelt.

Fazit:
Interessante Hintergrundinfos über die Zwillingsbrüder. Große Gefühle. Leider wie immer nicht abgeschlossen. Also: Weiterlesen! Mich hat's eh schon hoffnungslos erwischt....



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