Mittwoch, 10. August 2011

REZENSION: Der Hexenfluch (Hörspiel - Gruselkabinett 21)

Der Titania-Verlag hat sich mit der Serie "GRUSELKABINETT" die Ver-Hörspielung zahlreicher Gruselklassiker (Bram Stoker, Oscar Wilde.....) auf die Fahnen geschrieben.
Die besondere Atmopshäre verdanken die Hörspiele vor allem den Synchronstimmen vieler Hollywoodstars und dessen großer Spielfreude sowie den hervorragenden Soundeffekten, die den Hörer zusammen oft eine Gänsehaut über den Körper jagen. Man nimmt ihnen Angst und Grusel einfach ab.
Selbst die Cover jedes einzelnen Hörspieles glänzen bereits durch eine große Detailverliebtheit.
Dafür ist diese Reihe bereits mehrmals mit Preisen ausgezeichnet worden.

Hier möchte ich Euch Nr. 21 vorstellen: Der Hexenfluch von Per McGraup



Kurzinhalt:
Katrina van Kampen ist im Jahr 1662 als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Sie schwört, noch während die Flammen um sie schlagen, grausame Rache an Junker Harper, der sie als Hexe denunziert hat, weil sie seine Annäherungsversuche abgewehrt hat. Doch nicht nur er selbst soll sterben, sondern auch all seine Nachkommen. Dafür will Katrina van Kampen immer am 31. Oktober (Halloween!) wiederkehren und in lebendige oder tote Dinge fahren, um ihren Fluch zu erfüllen.

Meine Meinung:
Man ahnt es schon, Junker Harper macht es nicht mehr lang und daraufhin wird die Story 300 Jahre weiter in die Zukunft katapultiert, in das Jahr 1962. Hier sitzen die beiden letzten überlebenden Harper-Nachkommen, die ältlichen Schwestern Abigal und Emily und erzählen am 30. Oktober in einer Radiostation von dem Fluch ihrer Familie.

Marianne Wischmann (u.a. Synchronstimme von Miss Piggy oder 'Raquel Ochmonek' in "Alf") und Edith Schneider (u.a. Synchronstimme von Maggie Smith) machen ihre Sache großartig und spielen sich die Bälle wunderbar zu: Denn die Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine, verängstigt und vom Fluch der Familie belastet, die andere abgeklärt und nüchtern und schon leicht genervt von ihrer bald hysterischen Schwester.

Aber auch als Hörer wird man von der ängstlichen Emiliy geradezu mitgerissen und steigert sich (wie sie) immer mehr in die Furcht vor dem kommenden Halloween-Tag hinein. Und man fragt sich gleichzeitig: Wird man hier das Opfer einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung oder gibt es die Hexe wirklich?

Die Sprecherinnen wirken niemals laienhaft oder unglaubwürdig und das macht für mich ein gutes Hörspiel aus. Dass die Story irgendwann ein wenig vorhersehrbar wird, ist schade, aber schmälert die Atmopshäre nur um einen Stern Abzug.

Fazit:
Gruselig, nicht nur dank zwei wunderbarer alter Damen - und nicht nur zu Halloween.

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