Donnerstag, 24. April 2008

REZENSION: Die Hexe und die Heilige

Autor:    Ulrike Schweikert
Verlag:    Droemer/Knaur
Seiten:    480



Kurzinhalt:
Schon der Titel des Buches gibt einen Umstand wieder, der zu den Merkwürdigkeiten des Mittelalters gehört: 2 Frauen, Zwillinge, mit der Gabe der Vorhersage, erleben aufgrund unterschiedlicher Wohnorte ein völlig unterschiedliches Schicksal.

Während die eine aufgrund ihrer Vorhersagen zur Heiligen stilisiert wird, wird die andere als Hexe verleumdet und gejagt.

Tatsächlich verfolgt das Buch vor allem den Lebensweg dieser 2. Zwillingsschwester - in all seiner Grausamkeit während der Zeit der Hexenverfolgung.

Meine Meinung:
Zwar wurde für mich als Leserin derjenige Lebensabschnitt unglaubwürdig, in dem Sybilla sich ausgeerechnet in der Stadt niederlässt, die sowohl ihre Mutter als Hexe verbrannt hat, als auch eine unglaubliche Jagd auf die meisten anderen Frauen der Gegend macht. Zumal Sybilla aufgrund ihrer hellseherischen Fähigkeiten weiß, welches Schicksal sie ereilen wird. Dennoch kann man sich ihrem Gerechtigkeitdenken nicht enziehen, das davon ausgeht, dass doch niemand unschuldig verfolgt und getötet werden darf und es doch letztlich soetwas wie Erbarmen geben muss. Nur hat das Mittelalter danach nicht gefragt.

Fazit:
Ein verstörender, spannend geschriebener Roman, der mit vielen historischen Details im Anhang aufwartet.



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