Freitag, 3. April 2009

REZENSION: Hercule Poirot schläft nie



Autor:    Agatha Christie
Verlag:    Fischer
Seiten:    208



Kurzinhalt:
"Hercule Poirot schläft nie" ist eine Ausgabe mit 4 Erzählungen rund um den belgischen Detektiv. Dabei handelt es sich um

-Poirot riecht den Braten
-Urlaub auf Rhodos
-Der unglaubliche Diebstahl der Bomberpläne UND
-Ein Indiz zuviel.

Bis auf die letzte Erzählung sind alle bereits in den Gutenachtkrimis mit Hercule Poirot erschienen und insofern findet sich hierin nicht viel Neues.

In der ersten Erzählung geht es um einen Selbstmord einer jungen Frau, der einige Ungereimtheiten aufweist.
In der zweiten macht Poirot Urlaub auf Rhodos und wird dennoch in einen Mord verwickelt - den er aufgrund seiner Spürnase regelrecht voraussagen kann.
In der dritten Erzählung geht es - etwas untypisch für Agatha Christie - um das Kriegsgeschäft und in diesem Zusammenhang um Pläne für ein Flugzeug, die auf mysteriöse Weise verschwinden.
In der der letzten Erzählung verschwinden Edelsteine aus einem Tresor, wobei hier - sehr interessant für Fans - eine Figur auftaucht, die auch in "Mord im Orientexpress" eine Rolle spielen wird.

Meine Meinung:
Ich persönlich bin begeistert von den Kurzgeschichten von Agatha Christie, da hier das Talent der Schriftstellerin auf kleinstem Raum zum Ausdruck kommt (immerhin muss man sich in Erzählungen auf das Wesentliche beschränken) und sie schafft es auf so wenigen Seiten so viele Verwicklungen und Wendepunkte einzubauen, dass man immer nur atemlos weiterblättern kann!

Poirot halte ich für einen genialen Schnüffler, der - eine kleiner Stich gegen ihre Landsleute - von den Briten aufgrund seiner belgischen Herkunft und etwas unorthodoxen Herangehensweise immer wieder unterschätzt wird. Obwohl Christie alle Indizien vor dem Leser auf den Tisch legt, ist man doch immer wieder begeistert, was man selbst für unwichtig hält und was Poirot daraus macht.

Fazit:
Ein schöner Einstieg für Menschen, die noch nichts von Christie gelesen haben. Aber doch leider mit 4 Erzählungen zu kurz. Ich empfehle eher ihre "Meistererzählungen" oder eben den "Gutenachtkrimi mit Hercule Poirot".

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