Montag, 28. November 2016

Authentische Verbrechen in der DDR


Es ist ja total lieb, dass Ihr bei mir am Wochenende kommentiert habt, obwohl ich nur "im Geiste" am Adventslesen teilgenommen habe- aber ich habe an Euch gedacht. :o))


Bildergebnis für adventTatsächlich ist dieses 1. Adventswochenende mit dem xx. Geburtstag (die Zahl wird hier lieber nicht erwähnt, wenn ICH meinen nächsten Geburtstag noch erleben will...*pfeif*... aber es war ein runder *grins*) der Lieblingsfrau zusammengefallen und wir haben es uns mit Freunden und Verwandten bei einem Wellnesswochenende gut gehen lassen.

Gelesen habe ich auch ein wenig und will Euch noch davon berichten.
Ich habe nämlich gerade eine (für mich) total interessante Reihe entdeckt: Authentische Verbrechen aus der DDR.

Als ehemalige DDR-Bürgerin bin ich mehr als fasziniert und habe in den letzten Tagen bereits 3 Bände verschlungen.

Einerseits von den Abgründen, die sich in den Büchern auftun (angeblich gab es das "bei uns" ja alles nicht und wurde niemals auch nur in irgendeiner Zeitung oder dergleichen erwähnt).

Zum anderen steht hier die DDR wieder in einer Form auf, die mich noch im Nachhinein nur an die Stirn klatschen lässt.
Da ist immer wieder vom "Kollektiv" die Rede (im Betrieb etc.) und dann passieren etwa solche Sachen, wie dass ein Mann immer wieder seine Frau misshandelt und die sich beim KOLLEKTIV (wo auch sonst?) über ihn beklagt und er sich vor diesem dann rechtfertigen muss.

Es gruselt einen sozusagen doppelt.

        


Angefangen habe ich mit Die Schneeleiche von Lübbenau. Die meisten Verbrechen in dem Buch sind so in den 70er / 80er Jahren passiert und vor allem aus dem Raum Berlin / Brandenburg.
Meine Zeit, mein Wohngebiet. Das gibt einem noch im Nachinein ein seltsames Gefühl.

Manchmal hätte ich mir etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht, dennoch hatte das Buch einen unglaublichen Sog auf mich.

Dann habe ich versucht, das Ganze etwas chronologischer zu lesen (wobei die Reihenfolge im Prinzip egal ist) und habe mir als nächstes vom selben Autor Der Tote in der Wäschetruhe geholt. Hier erklärt er auch im Vorwort, dass es schwer war, aus den Akten schlau zu werden, man oft mehr von den Tätern als den Opfern erfährt. Er versucht auch immer wieder zu schreiben, was aus den Menschen geworden ist. Das gefällt mir gut.

Momentan lese ich Die gepfählte Frau - in dem, wie der Titel schon vermuten lässt, wirklich grausame Verbrechen passieren.
Diese sind für mich bisher am ausführlichsten beschrieben und die Ermittlungsarbeit auch sehr interessant dargestellt.


Außer Wolfgang Swat gibt es auch noch andere Autoren, die sich der Verbrechen in der DDR angenommen haben, aber ich lese erstmal diese Reihe zu Ende.


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