Sonntag, 11. März 2018

REZENSION: Der Eismann (Hörbuch)

Titel: Der Eismann
Autorin: Silja Ukena
Länge: 6 CDs, 480min.

Sprecher: Götz Schubert




Kurzinhalt (Verlagstext):


Tödliche Kälte, eiskalte Morde ― und ein unverzeihliches Verbrechen ...

Hauptkommissar Bruno Kahn ist genervt: Der Berliner Winter ist sibirisch kalt. Zudem reißen ihn zwei Todesfälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, aus seiner vorweihnachtlichen Trägheit. Ein Rentner aus Lichtenberg wird in seinem Schrebergarten auf grausame Art gefesselt und ermordet. Eine Opernsängerin stürzt aus ihrer Altbauwohnung. 
Der einsame Wolf Bruno Kahn würde am liebsten durch Berlin flanieren, um in Ruhe Witterung aufzunehmen. Doch seine Kollegin Laura Conti und der neue Workflow der 7. Mordkommission machen Kahns Alleingang einen Strich durch die Rechnung. Als schließlich die Presse Wind bekommt, scheint alles drunter und drüber zu gehen. Dann taucht eine dritte Leiche auf …




 
Meine Meinung:

Die Kurzbeschreibung des Hörbuchs hat mich sofort angesprochen und kaum hatte ich es auf den Öhrchen, könnte ich nicht aufhören, der Geschichte zu folgen.

Und das nicht nur, weil ich die beschriebene Berliner Umgebung gut kenne (das Cover tat sein Übriges, zufällig habe ich nämlich früher genau in der Nähe gewohnt) und auch die Jahreszeit gerade passt. 

Aber auch die Story, die bis in die Zeit der DDR zurückreicht, hat mich persönlich sehr angesprochen und mit dem Fortgang der Handlung (ohne zuviel verraten zu wollen), schwer erschüttert.

Hinzu kommt die wirklich angenehme Sprechstimme von Götz Schubert, der ich sehr gern zugehört habe.

Man ist sofort in der Geschichte drin, es gibt keine langatmigen Nebenschauplätze.

Der Kommissar mit seiner brummligen Art ist ein Symphathieträger, zumal er einen unglaublich weichen Kern sein Eigen nennt. So trauert er seiner verlorenen Liebe nach, die sich so ganz anders entwickelt hat, als er geträumt hat.

Tatsächlich ist dies der Erstling der Autorin und es bekommt dem Krimi sehr gut, dass sie sich vorher mit kaum anderen Büchern dieses Genres auseinandergesetzt hat.
Aufschlussreich fand ich diesbezüglich das mit ihr geführte Interview auf Deutschlandfunk Kultur ("Mehr als Psychomord und Madenfraß").



 
Fazit:

Spannender Debütroman, der tief unter die Haut geht und auf einen baldigen Nachfolger hoffen lässt.






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