Freitag, 24. Mai 2013

20 Jahre Krug & Schadenberg - HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

1993 fing alles mit einem einzigen Titel an und der hatte es auch gleich in sich:
Susies Sexperts Sexwelt für Lesben.

Da fabulierte eine lesbische Amerikanerin ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen über die Freuden von Dildos, Gleitgel, Latex und sonstigem Spielzeug im Lesbenland. Ein Skandal in einer Zeit der bemühten politcal correctness der Frauenbewegung.

Die Aufmerksamkeit war dem Verlag Krug & Schadenberg sicher.

Der tatsächliche Verdienst der beiden Verlegerinnen liegt jedoch in ihrem konsequent lesbischen Verlagsprogramm, dass sich an Frauen richtet, die sich in der "normalen" Literatur nicht wiederfinden:
Es folgten lesbische Sachbücher und Romane. Aus Amerika wurde lesbische Unterhaltungsliteratur importiert. Deutsche Autorinnen zogen nach und bereicherten die Lesbenszene enorm.

Am 29.5. 2013 feiern Anja Krug & Dagmar Schadenberg den 20 jährigen Geburtstag ihres lesbischen Verlages- jeder ist willkommen in der Begine.

 (C) Krug & Schadenberg

Und sie gehen auch gleich wieder mit der Zeit: ganz aktuell gibt es im Verlagsprogram nun auch Ebooks.

Die SCHMÖKERSTUBE gratuliert und freut sich auf weitere 20 Jahre! Herzlichen Glückwunsch!

Krug & Schadenberg
Verlag für lesbische Literatur
http://www.krugschadenberg.de/
https://www.facebook.com/krugschadenberg

Mittwoch, 22. Mai 2013

REZENSION: Gezeichnete des Schicksals

Autorin:     Lara Adrian
Seiten:       384
Verlag:       Lyx Egmont

Leseprobe: KLICK HIER





Kurzinhalt:
Der 7. Band der Reihe um den Orden von Stammeskriegern stellt Kade in den Mittelpunkt, der nach Alaska fährt, um die grausamen Morde an einer Familie näher zu untersuchen. Dabei stößt er nicht nur auf Dragos, den derzeit erklärten Feind Nr. 1 des Ordens, sondern auch auf die Pilotin Alex, die bereits in ihrer Kindheit ganz eigene Erfahrungen mit Vampiren gesammelt hat.


Meine Meinung:
Tja, da sind sie wieder, die muskelbepackten Vampire, die sich diesmal durch die Kälte Alaskas kämpfen.

Wobei zunächst nur Kade dort halbnackt rumsteht, woraufhin sich die Pilotin Alex unsterblich in ihn verliebt und die beiden dann erstmal wieder dank der üblichen Sexszenen den Schnee zum Schmelzen bringen.

*gähn*

Alles schon tausendmal so gelesen und leider überhaupt nicht mehr spannend. Im Gegensatz zu den Büchern von J.R.Ward sind die von Lara Adrian mittlerweile extrem vorhersehbar, da irgendwie immer nach demselben Muster gestrickt. Wirkliche Überraschungen oder gar Spannung darf man da nicht mehr mehr erwarten.


Erstaunt bin ich eigentlich immer nur über das offenbar eingebaute GPS einzelner Figuren: Egal, wo man gerade mitten in der Wildnis rumsteht, das Böse (oder wahlweise das Gute - je nach Bedarf) steht garantiert schon am Baum nebenan. Die Welt ist klein.

Nur bei den Dialogen fehlte mir eigentlich noch der schnulzige Geigenspieler an besagtem Baum:

Er war ihr Herz, ihr Geliebter, ihr Gefährte.
Ihr Ein und Alles.
"Liebe mich, Kade", murmelte sie.
"Für immer", erwiderte er.


 Fazit:
*gähn*

Lara Adrian hat hre Sogwirkung auf mich verloren.




Samstag, 18. Mai 2013

REZENSION: Voll streng, Frau Freitag

Autorin:    Frau Freitag
Verlag:      Ullstein
Seiten:       286

Leseprobe: Klick hier





Kurzinhalt:

Voll streng Frau Freitag ist das 2. Buch einer Gesamtschullehrerin (inzwischen geoutet: aus Berlin), die aus ihrem Schulalltag berichtet.
Ihre Schüler sind inzwischen in der 10. Klasse und müssten sich eigentlich um ihre Bewerbungen kümmern. Eigentlich....
Zum Glück entdeckt Frau Freitag ein neues Mittel, um mit ihren Schülern zu kommunizieren: Facebook.


Meine Meinung:

Im Vergleich zum ersten Band Chill mal, Frau Freitag: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin fand ich dieses Buch insgesamt runder, da diesmal nicht nur mehr oder weniger unzusammenhängende Anekdoten aneinandergereiht wurden, sondern diese nun eine chronologische Reihenfolge haben: eben vom Beginn der 10. Klasse an bis zum Ende.
Immer unter dem Damoklesschwert: Habt Ihr Euch schon beworben?

Wie immer konnte ich beim Lesen die Liebe und die Leidenschaft, die diese Lehrerin ihren Schülern entgegenbringt, nur bewundern.
Vielleicht kann auch nur jemand, der selbst in diesem Beruf arbeitet, ermessen, was es wirklich bedeutet, permanent dasselbe sagen zu müssen, permanent mit Zuspätkommern zu tun zu haben, mit den Beleidigungen, dem Lärm - vom alltäglichen Desinteresse der Schüler mal ganz abgesehen.

In gewisser Weise finde ich es insofern schade, dass Frau Freitag das Buch nicht nutzt, um dies stärker zu verdeutlichen. Allein die Tatsache, dass sie abends noch vor Facebook sitzt, um ihre Schüler an irgendwas zu erinnern, klingt bei ihr eher nach einer lockeren Freizeitbeschäftigung als tatsächlicher Arbeit.
Insofern besteht eher die Gefahr, dass sie das Klischee vom "faulen Lehrer" noch ungewollt unterstreicht, wenn sie mal wieder betont, wie schlecht vorbereitet sie im Unterricht steht.

Nur manchmal blitzt ein wenig von dem durch, was diesen Beruf wirklich ausmacht: etwa die fehlende Anerkennung, die auch sie erfährt, nachdem sie sich das jahrelang für ihre Schüler aufgerieben hat.

Es ehrt sie, dass sie zugibt, dass ihr ihren Schülern gegenüber schonmal Dinge rausrutschen, die ihr hinterher leid tun (was sie den Betreffenden auch sagt). Auch hier lässt sich der unglaubliche Stress nur erahnen, unter dem diese Frau eigentlich steht.

Umso bewundernswerter finde ich all die liebevollen Beschreibungen ihrer Schüler, die sie zwar oft "nervig" findet, aber vor allem sehr mag. Nur so kann man in diesem Job überleben.


Fazit:

Für mich ein guter Beitrag, um den alltäglichen Wahnsinn des Lehrerberufs ein wenig besser zu begreifen.
Empfehlenswert besonders für alle, die gerade auf dem Weg zum Elternabend sind und sich mal wieder so richtig mit dem Lehrer anlegen wollen.


Lesen, egal ob man selbst noch zur Schule geht oder schulpflichtige Kinder hat!
 

Dienstag, 14. Mai 2013

REZENSION: Ich.darf.nicht.schlafen (Hörbuch)

Autor:            S.J. Watson 
Verlag:             Fischer
Seiten:           400

Leseprobe:       KLICK HIER

Hörbuchlänge:   469 min. 
gelesen von:     Andrea Sawatzki


Kurzinhalt:

Christine leidet nach einem Unfall an einer seltenen Form von Amnesie: Jeden Morgen, wenn sie aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern.
Jeden Morgen wacht sie neben einem für sie fremden Mann (Ben) auf, ist aufeinmal 20 Jahre älter, als sie glaubt und muss jeden Morgen ihr Leben neu erklärt bekommen.
Bis ein Arzt ihr empfiehlt, Tagebuch zu führen. Und sie aufeinmal andere Dinge liest, als man ihr weiszumachen versucht.

Meine Meinung:

Die Idee fand ich genial: Diese Form der Amnesie, die einen Menschen derart abhängig von den Menschen um sich herum macht, ist für mich persönlich einfach mehr als gruselig.
Zumal einem aufeinmal bewusst wird, wie "Realität" beeinflusst werden kann.

Wer sagt die Wahrheit und wer nicht?

Diese absolute Abängigkeit von den Menschen um Christine und dieses Grundvertrauen, was sie entgegen bringen muss, wird im Verlaufe der Handlung aufgeweicht.
Dadurch, dass Christine Tagebuch führt (und Dr. Nash ihr jeden Morgen sagt, wo sie es versteckt hat, sonst würde sie es auch nicht wiederfinden!) bekommt sie nach und nach einen Eindruck davon, welche Lügen die Menschen ihr auftischen.

Dies kulmuniert in einem Satz gleich zu Beginn des Tagebuchs: "Vertraue Ben nicht!".
Ausgerechnet dem Mann, mit dem sie zusammenlebt und der ihr jeden Morgen aufs Neue erklärt, wer sie ist?

Es ist ein Verdienst der Autorin, dass dabei eine unheimliche Spannung aufgebaut wird, da man als Leser weiß, dass Christine immer nur wenige Stunden bleiben, um die Puzzleteile zusammenzusetzen - um am nächsten Morgen im Prinzip wieder von vorn anzufangen.

Von anderen Rezensenten wurde beklagt, dass sich die Handlung dadurch in die Länge zieht, das ständige Wiederholen des Tagesablaufs - aber letzlich ist genau das die Realität von Christine.

Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, war ich besonders von Andreas Sawatzkis Darstellung des Ben (Christines Mann) beeindruckt. Wenn er (sie) "Christine" durchs Haus ruft, weiß man nie, ob man sich geborgen fühlen kann oder einfach wegrennen sollte.
Es ist genau die Ambivalenz, mit der Christine die ganze Zeit zu kämpfen hat.

Fazit:

Sehr spannend. Zum Schluss hin wirkt Christine zwar etwas sehr naiv - aber tolle Gesamtidee!


Wer sich auch gruseln will, klicke hier:


Mittwoch, 8. Mai 2013

REZENSION: Kein Kuss unter dieser Nummer


Autorin:  Sophie Kinsella
Verlag:   Goldmann
Seiten:    476

Leseprobe:   klick hier




Kurzinhalt:

Während eines Essens mit ihren Freundinnen verschwindet aufeinmal der sehr wertvolle Verlobungsring von Poppy. Als wäre es damit noch nicht genug, wird kurz darauf auch noch ihr Handy gestohlen - und das, nachdem sie gerade jedem ihre Nummer gegeben hat, sollte er/sie etwas von ihrem Ring erfahren.
Sofort muss ein neues Handy her. Poppy traut ihren Augen nicht, als sie ein solches im Papierkorb findet.
Ein Geschäftshandy, das eigentlich Sam Roxton gehört, und der es auch unbedingt zurück möchte.
Doch da hat er nicht mit Poppy gerechnet, die nur an ihren Ring denken kann.


Meine Meinung:

Als riesiger Fan von Sophie Kinsella kam ich an diesem Buch nicht vorbei und wurde nicht enttäuscht! Wieder findet sich hier eine leicht naive, aber deswegen nicht weniger liebenswerte Protagonistin, die mit viel Witz durch dieses Buch stolpert.

Nach dem etwas holprigen Anfang (sehr konstruiert, aber letztlich musste die Autorin diesen Plot so bauen, sonst hätte er nicht funktioniert), konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Sophie Kinsella beweist dabei ein unglaubliches Gespür für Situationskomik, wie man sie schon aus den "Schnäppchenjägerinnen"-Romanen kennt und kann diese wunderbar ausfeilen.

Die Tatsache, dass Poppy irgendwann beginnt, die Nachrichten, die eigentlich Sam gehören, zu lesen, und daraus ihre ganz eigenen Schlüsse zieht, ist nicht nur typisch für die von Kinsella geschaffenen Frauen, sondern sorgt auch für unglaubliche Verwicklungen!

Wenn man genau hinschaut, kann man aber auch einige sehr tiefgründige Gedanken in dieser Geschichte entdecken: etwa die Tatsache, wie stark wir mittlerweile von unseren Handys abhängig sind, wie diese unsere Kommunikation verändern (sehr schön hier der SMS-Wechsel zwischen Poppy und Sam, den sie im "realen" Leben, Auge in Auge genüber, so nicht geführt hätten).

Aber auch welche Möglichkeiten sich uns nun bieten (ich sag nur: SCRABBLE - aber lest selbst!).

Bis zum Schluss behält das Buch Humor und Spannung gleichermaßen, einzig die Szenen in und um Sams Unternehmen erschienen mir zwischenzeitlich etwas lang, aber das schmälert nicht den tollen Gesamteindruck des Buches.

Fazit:
Ganz wunderbar und absolut lesenswert! Sophie Kinsella ist in alter Form zurück! 


Unbedingt lesen!



Freitag, 3. Mai 2013

REZENSION: Eisenkinder

Autorin:   Sabine Rennefatz
Verlag:     Luchterhand
Seiten:     256


Leseprobe: Klick hier 


KAUFEN

  
Kurzinhalt:

Sabine Rennefatz wurde 1974 in der DDR geboren. Kurz vor der Wende kam sie in eine Eliteschule nach Eisenhüttenstadt ("Eisenkinder"), wo der "sozialitische Kader" herangezogen werden sollte.
In diesem Buch beschreibt sie ihr Leben vor und ihr Suchen nach neuem Halt nach dem Mauerfall.


Meine Meinung:

Sabine Rennefatz und ich sind ein Jahrgang und ich wollte das Buch sofort lesen, als ich die erste Rezension darüber in der Zeitung entdeckte.

Besonders fasziniert hat mich der Untertitel: "Die stille Wut der Wendegeneration".
Gab es soetwas? Gibt es soetwas? Eine stille Wut?

Je länger ich las, umsomehr fand ich mich in dem Buch wieder. Und war beeindruckt von dem völlig neuen Ansatz, den Rennefatz hier bietet.

Sie beginnt nämlich hochaktuell mit den Verbrechen der Terrorzelle von Jena, deren Mitglieder ebenfalls Mitte der 70er Jahre in der DDR zur Welt kamen und 1989 genau so einen Bruch erlebt haben, wie viele von uns, die zu dieser Zeit mitten in der Pubertät steckten.

Auch ich kann mich gut an die Zeit erinnern, als in der Schule von einem Tag auf den anderen völlig andere Dinge gelehrt wurden. Der Lehrer, der uns kurz vorher eine Meinung vermittelt hatte, drehte nun alles um 180° um. Unsere Geschichtslehrerin sagte damals, sie müsse sich den Stoff erst wieder neu anlesen und ist uns inhaltlich jetzt immer genau eine Woche voraus.

Auch die anderen Erwachsenen waren verunsichert und wir im Prinzip allein gelassen in dieser ohnehinschon nicht einfachen Zeit für uns. Dass das auch anderen Jugendlichen so ging, habe ich in dieser Gesamtheit noch nie gesehen.

(Fast) jeder hat auf seine Art neuen Halt gesucht, nachdem die alten Werte aufeinmal nichts mehr galten. Kam man aus einer sozialistischen Eliteschule wie Rennefatz, musste das nocheinmal sehr viel extremer gewesen sein, als wenn man etwa aus einem Umfeld kam, das ohnehin schon skeptischer der DDR gegenüberstand.

Rennefatz suchte Halt in dogmatisch-christlichen Lehren, Mundlos und Böhnhardt im Rechtsradikalismus.

Jeder musste auf seine Weise erawchsen werden, den "richtigen" Weg wieder finden. Einige fanden ihn nie (Mundlos, Böhnhardt). Rennefatz schreibt heute für die Berliner Zeitung.

Fazit:

Ein tolles Buch, über das ich noch sehr lange nachgedacht habe und das viele Bilder evoziert hat, die ich lange verschüttet glaubte. Und das ich auch nur jedem "Wessi" empfehlen kann, der bis heute nicht versteht, was der Zusammenbruch eines (totalitären) Staates für Menschen wirklich bedeutet.




Absolute Leseempfehlung!

Dienstag, 30. April 2013

Lesestatistik April 2013



Momentan lese ich sehr gern Biographien bzw. Erinnerungen realer Menschen, was sich auch in meiner Lesestatistik von April niederschlägt. Nur zum Rezensieren bin ich in diesem Monat noch nicht recht gekommen...Aber wenn Euch ein Buch näher interessiert, klickt auf das Cover oder den Titel. :o)


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15/2013  - Dieter Bohlen


 
Nichts als die Wahrheit


- zur Rezi geht's ..... FOLGT




(3 von 5 Punkten)

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16/2013 - Sabine Rennefatz



Eisenkinder: Die stille Wut der Wendegeneration


- zur Rezi geht's ..... FOLGT


(5 von 5 Punkten)

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17/2013 - J.R.Ward





Racheengel: Black Dagger 13 - Roman


(ohne Rezi)

(3 von 5 Punkten)


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18/2013 - Balian Buschbaum

 

Blaue Augen bleiben blau: Mein Leben


- zur Rezi geht's HIER


(3 von 5 Punkten)

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19/2013  J.R. Ward


Blinder König: Black Dagger 14 - Roman


(ohne Rezi)

(4 von 5 Punkten)