Freitag, 30. Januar 2015

Noch 1 Tag bis zum Urlaub!!!!


Ich bin mittlerweile zwar total fiebrig und erkältet (super, dass ich so oft in der Sauna war.... soviel zum Thema "Abhärtung" *grummel*), hoffe aber, dass mein Auto mich morgen sicher an die Ostsee bringt, wo ich dann hoffentlich etwas Ruhe und Zeit zum Lesen wiederfinde!

Lasste es Euch gut gehen!


Mittwoch, 28. Januar 2015

Die Veränderungen im Buchgeschäft

machen auch vor der schwulesbischen Szene nicht halt. Wieder schließt ein Szene-Buchladen.

Ich habe mich schon vor Jahren bei Hugendubel darüber beklagt, dass das schwulesbische Regal in der Filiale in Berlin-Steglitz abgeschafft worden ist. Wo man sich in der Findungsphase unauffällig an erste Informationen herantasten konnte....

Es kam nur ein "Wir werden das prüfen"-Schreiben zurück. Dabei ist es geblieben.


So wird man ja gezwungen ins Internet abzuwandern..... Eine Abwärtsspirale ohne Ende.

Sonntag, 25. Januar 2015

Winter-Unruhe

Während sich die einen im Winterschlaf befinden, ist bei mir eher so etwas wie Winter-Unruhe ausgebrochen. Ich schaffe es momentan nicht, länger auf der Couch zu liegen und zu lesen oder ein Hörbuch zu hören, auch weil sich mein immer noch lädierter Rücken relativ schnell meldet und diese "statische" Position gar nicht mag.

Nichtmal Game of Thrones habe ich weiter geschaut, aber zumindest aufgenommen, um das hoffentlich bald nachzuholen.
Also bin ich im Moment eher viel unterwegs, um mein maulendes Körperteil wahlweise mit Wärme (Sauna) oder Bewegung (Sport) zu versorgen - oder auch mal Massagen.

Gleichzeitig kann ich auch nicht mehr ignorieren, dass ich einiges in meinem Leben ändern muss, da mein Rücken mittlerweile auch auf bestimmte Menschen reagiert, die mir nicht gut tun (Schmerzen) oder sehr gut tun (längere Zeit beschwerdefrei).
80% aller Rückenbeschwerden sind psychosomatisch. Meine wohl auch.

Zum Glück fahre ich nächste Woche in den Urlaub - denn den brauche ich jetzt noch mehr als sonst, um mir über so einiges klar zu werden.Ich freue mich schon sehr auf ausgedehnte Spaziergänge an der Ostsee.

Insofern befinde ich mich gerade in einem Prozess, der hier zwar nicht zu Rezensionen führt, aber zumindest will ich Euch mal wieder meine letzten Rezepte aus der Hello-Fresh-Box zeigen, die ich immer noch mit viel Spaß nachkoche (wenn auch unterschiedlich lecker):


Da gab es zunächst den Knusprigen Porree Flammkuchen mit Kerbel-Schmand Boden und Mozzarella, serviert mit Salatherzen-Birnensalat (Rezept hier ).  
Das war eines der Rezepte des Jahres 2014 und durfte nun Anfang des Jahres nochmal gekocht werden. Insofern waren die Erwartungen hoch.
Mir persönlich war der Flammkuchen zu käselastig, dafür hat man den Porree kaum geschmeckt.  Eine andere Gewichtung der Zutaten wäre da nicht schlecht gewesen, denn sonst war der Flammkuchen sehr gut.
Der Hammer war aber der Salat dazu!



Dann gab es nochmal Mexikanische „Fajita“ Gemüsewraps, diesmal mit Kidneybohnen, Schmand und Gouda, verfeinert mit frischem Koriander (Rezept hier).
Das mochte ich sehr gern und war auch schnell gemacht.


Zuletzt habe ich Thailändisches „Gelbes Curry“ verfeinert mit Kokosmilch, grünen Bohnen, Champignons und Karotten, serviert auf Basmatireis (Rezept hier) gekocht. Obwohl ich ein großer Fan von Thailändischem Curry bin, fand ich die Gemüsemischung dazu nicht optimal. Ich kann nichtmal sagen, was genau ich anders gemacht hätte, aber so richtig geflasht hat mich das nicht.

------------------------------------------------------------------------------------------
Wer jetzt auch Appetit bekommen hat, Ihr könnt gern bei Hello Fresh diesen Code nutzen und bekommt auf Eure erste Bestellung satte 20 Euro Rabatt: RFCEAS  

Sonntag, 18. Januar 2015

Freitag, 16. Januar 2015

Kommentare zählen bei BLOGSPOT

EDIT Samstag, 16.00 Uhr:

So, jetzt habe ich 'ne Weile gefummelt, weil mir das keine Ruhe gelassen hat, aber jetzt habe ich es! YES!

Der Trick ist: Ihr müsst IN das HTML-Kästchen klicken, da ist eine interne Suche drin. Dann das Wort "Comment" eingeben und wie nach dem Link unten beschrieben verfahren. Bei mir hat es geklappt. Yipieeeh!!

*schulterklopf*



---------------------------------------------------------------------------------

Ihr Lieben, die Ihr auch bei Blogspot seid, ich habe mal 'ne bloginterne Frage.
Mich nervt es schon seit einer ganzen Weile, dass die Kommentare bei Blogspot nur noch so komisch gezählt werden.




1 Kommentar erscheint ja noch als "1 Kommentar". Aber sobald es zwei und mehr sind, steht nur noch "Kommentare" da.

Ich habe jetzt ein bisschen gegoogelt und auch einiges zum Thema gefunden und dass man da ein bisschen im HTML schreiben kann, um das zu ändern.
Sehr schön erklärt hier:
http://bloggerlatein.blogspot.de/2012/07/anzahl-der-kommentare-wieder-anzeigen.html

Jetzt hätte ich das gern gemacht. Aber in meinem HTML-Code erscheint aber nicht mal das Wort "comment" (und ich habe eine Blogspot-Vorlage!).

Kann mir da jemand weiter helfen?

*gefrustet*

Dienstag, 13. Januar 2015

REZENSION: Der Fall Scholl

Da ich mich sehr darauf gefreut hatte, zu meinem Geburtstag in die Therme nach Ludwigsfelde zu fahren, drückte mir mein Ex-Schwie-Pa ein Buch in die Hand, mit den Worten: "Weißt Du überhaupt, wessen Idee diese Therme war? Die des Ex-Bürgermeisters von Ludwigsfelde, Heinrich Scholl. Der hat vielleicht seine Frau umgebracht."


Titel: Der Fall Scholl: Das tödliche Ende einer Ehe  
Autorin: Anja Reich
Seiten: 288
Verlag: Ullstein

Kurzinhalt:

Kurz vor Silvester 2011, einen Tag nach dem 47. Hochzeitstag, verschwand die Frau des Ex-Bürgermeisters von Ludwigsfelde mit ihrem Hund. Einen Tag später finden Sohn und Vater die Leichen.
Kurz nach nach der Beerdigung, die Frau Scholl bereits VOR ihrem Tod organisiert hat, wird Scholl verhaftet: Verdacht auf Mord.

Die Autorin Anja Reich hat den Prozess verfolgt und mit vielen Menschen über die Geschehnisse gesprochen.


Meine Meinung:

Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben selbst und in diese Geschichte bin ich regelrecht hineingesogen worden und habe sie innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Sie ist hervorragend recherchiert und wirklich gut zu lesen.

Anja Scholl beginnt mit dem Verschwinden der Frau, Brigitte Scholl, und dem Auffinden der Leichen sowie der Verhaftung und blendet dann 50 Jahre zurück. In eine Zeit, in der beide Eheleute noch miteinander zu Schule gingen.

Sie zeichnet die Entwicklung der beiden nach, wobei vor allem der rasante Aufstieg von Heinrich Scholl bemerkenswert ist, der immer wieder an Punkte in seinem Leben kam, in denen er sich beruflich komplett neu orientiert hat, was auch dem komplizierten wirtschaftlichen System in der DDR geschuldet war.

Bis er nach der Wende zum ersten sozialdemokratischen Bürgermeister in Ludwigsfelde wurde. Und dies auch bis zu seiner Rente blieb.

Dort hat er unglaublich viel auf die Beine gestellt, wie u.a. auch besagte Therme. Umso erstaunlicher, dass er sich zuhause nicht gegen seine Frau hat durchsetzen können. Sie erscheint als dominante, unterkühlte und sehr anspruchsvolle Persönlichkeit, der er im Prinzip nichts Recht machen konnte.

Dennoch waren sie fast 50 Jahre verheiratet. Und dann aufeinmal ein Mord?

Scholl wurde 2013 zu lebenslanger Haft verurteilt, 2014 ist dieses Urteil noch einmal bestätigt worden. Dennoch gibt es keine wirklichen Beweise, nur Indizien und Menschen, die mal auf der Seite des einen Ehepartners stehen, mal auf der Seite des anderen.

Reich überlässt es dem Leser, sich eine eigene Meinung zu bilden, was kaum möglich scheint. Vielmehr staunt man, dass der Richter aus den spärlichen "Beweisen" ein lebenslängliches Urteil ableiten konnte.

Was bleibt, ist das dumpfe Gefühl, dass zwei Menschen hier ein ganzes Leben miteinander verbracht haben, ohne sich scheinbar wirklich zu kennen. Oder wirkliches Interesse an den Gefühlen und Gedanken des anderen zu haben. Und dennoch geblieben sind.

Wenn Reich die beiden beschreibt, dann oft in Kapiteln, die nebeneinander exisitieren - wie die beiden Menschen offenbar auch.

Fazit:

Spannende Milieustudie, sehr gut recherchiert, ohne jegliche Parteinahme.


Sonntag, 11. Januar 2015

REZENSION: Aus reiner Barmherzigkeit

Titel: Aus reiner Barmherzigkeit: Kriminalroman  
Autorin: Jacqueline Nordhorn
Seiten: 272 Seiten 
Verlag: Gmeiner

Kurzinhalt:

Berlin im Ersten Weltkrieg. An der Berliner Charité kämpft der Mediziner Oppermann um die zahlreichen Verwundeten.
Zwei Soldaten, die geheilt scheinen, sterben plötzlich kurz vor der Entlassung.
Hat der Arzt nachlässig gearbeitet oder gibt es eine ganz andere Ursache für die Todesfälle?

Meine Meinung:

Das Buch ist im Gedenkjahr 2014, anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des 1. Weltkrieges, erschienen. Mich hat der Gedanke gereizt, einmal hinter die Kulissen des eigentlichen Krieges zu sehen und die Auswirkungen auf die Menschen zu betrachten, wobei die Berliner Charité als großes Krankenhaus (aber auch Stätte der Universität) ein regelrechter Brandherd zu dieser Zeit war.

Die Autorin, Jacqueline Nordhorn, selbst Medizinerin, zeigt dabei ein so unglaubliches Detailwissen auf, dass es Spaß macht, mit ihr in diese Zeit zu reisen.

Hier trifft der Mediziner Oppermann dann etwa auch auf bekannte Kollegen wie Karl Boenhoeffer und man wird sich durch die nahe gehenden Beschreibungen der Lebensumstände bewusst, in welcher Zeit diese Menschen lebten und forschten, mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen hatten.

Dabei schweben immer die Kampfhandlungen des Krieges im Hintergrund, die ausgesprochene oder unausgesprochene Drohung ebenfalls noch eingezogen werden zu müssen und sich dem Krieg "richtig" zu stellen.

Die Kriegssituation wird auch in der Arbeit der Kriminalisten deutlich, die sich mit bescheidenen Mitteln begnügen müssen, wenn sie einen Fall zu lösen haben und etwa einiges zu Fuß erledigen müssen.

Dass auch das Privatleben der im Buch vorgestellten Menschen einen großen Raum einnimmt, erscheint nur folgerichtig, wenn man einen wirklichen Eindruck von der Zeit bekommen will. So ist mir mit diesem Buch erst bewusst geworden, welches "Glück" Menschen auf dem Lande hatten, die zu "Selbstversorgern" werden konnten.


Nordhorn ist nicht nur Medizinerin, sondern auch eine geschickte Geschichtenerzählerin, der es gelingt Schicksale von Menschen auf spannende Art miteinander zu verweben.
Der Spagat zwischen gutem Krimi und historischem Hintergrund ist oft nicht einfach, aber der Autorin sehr gut gelungen.

Fazit:

Zwar war für mich auf zwei Dritteln des Buches klar, wer der Täter ist, dennoch war ich sehr gut unterhalten und gleichzeitig auf angenehme Art informiert.
Gern würde ich noch mehr von dieser Autorin lesen.