Samstag, 1. August 2015

Letzte Seite Challenge - UPDATE kurz vorm Urlaub


Heute will ich endlich mal wieder über meine eigene Challenge berichten, immerhin ist der Sommer (und morgen auch endlich mein Urlaub!) da und ich wollte bis dahin nur noch 3 angefangene Bücher herumliegen haben.

Wie sieht meine Liste also aus?





Wie Ihr seht, ist meine ursprüngliche Liste um einiges länger geworden (dabei wollte ich während der Challenge eigentlich nichts Neues mehr anfangen, aber es ist einfach zuviel Interessantes auf meinem Nachttisch gelandet, was einfach nicht warten konnte.... *grins*).

Ursprünglich gab es 14 angefangene Bücher, die ich minimieren wollte.
9 weitere kamen zwar dazu, die ich jedoch (bis auf zwei) alle komplett ausgelesen habe. Das ist schonmal ein Erfolg, denn ich fange nicht mehr so viele Bücher gleichzeitig an, sondern beende sie auch.



Von der urprünglichen Liste sind "nur" noch 7 offen.

Wobei ich zugegebenermaßen zwei rausgeworfen habe (Nummer 10 und Nummer 13, siehe Lücken oben).
Nummer 10 war kein wirklich angefangenes Buch, da ich bisher nur 3 Seiten glesen hatte, die ich im Prinzip schon wieder vergessen habe. Muss ich ohnehin nochmal neu anfangen und hat insofern nichts mehr auf der Liste verloren.
Von Nummer 13 hatte ich im Rahmen einen gesehenen Theaterstückes nochmal eine Kurzgeschichte gelesen, wollte den Rest aber erstmal nicht nochmal durchlesen. Daher ist es auch vom Stapel geflogen.


Auffällig ist, dass die meisten davon zu Serien gehören und die scheinen mir echt Probleme zu machen.
Denn kaum hat man eins ausgelesen, liegt im Prinzip schon wieder das nächste auf dem Stapel. *GRUMPF* Wahrscheinlich schleppe ich mich deswegen so damit herum.

Ansonsten habe ich auch 5 der ursprünglich angefangenen Bücher ausgelesen, 2 weitere stehen kurz vor der Vollendung.


Damit habe ich mein eigenes gesetztes Ziel fast erreicht.
Momentan fällt es mir auch leichter an einem Buch dran zu bleiben und nicht so sehr zu "springen".

Mal schauen, wie mein literarisches "Gepäck" nach meinem Urlaub aussieht. Ich werde auf jeden Fall meine höchstpersönliche Challenge bis Ende des Jahres verlängern.

Ich verabschiede mich für 14 Tage ans Watt!
Liebe Grüße!




Donnerstag, 30. Juli 2015

REZENSION: Erebos (Hörbuch)




Titel: Erebos
Autorin: Urzula Poznanski
Sprecher: Jens Wawrczeck
Länge: 6 CDs, 458min.


Kurzinhalt:

Nick beobachtet in seiner Schule, dass immer wieder eine CD herumgereicht wird. Doch niemand mag darüber reden, was es damit auf sich hat. Ein kopiertes Musikalbum?

Als ihm ein Mädchen endlich ein Exemplar anbietet, stellt es sich als Computer-Adventure-Spiel (Erebos) heraus, das Nick aus Neugier sofort annimmt, auch wenn ihm einige merkwürdige Regeln auferlegt werden.

Wie die anderen, darf er nicht über das Spiel reden. Er hat zudem nur ein einziges Leben im Spiel und darf nicht sterben.
Tatsächlich wird seine Spielfigur jedoch früh verwundet. "Heilung" gibt es nur, wenn er in der realen Welt einen Auftrag erledigt.

Und das Spiel scheint ihn nicht nur dabei zu beobachten.


Meine Meinung:

Erebos hat mich nicht schlafen lassen!

Finde ich Hörbücher sonst eigentlich immer wunderbar einschläfernd und muss irgendwann immer wieder an der selben Stelle anfangen zu hören, weil ich nichts mehr mitbekommen habe, hat mich "Erebos" mehrere Nächte lang wach gehalten!

WOW!
Super-spannend, mit Jens Wawrczeck als Sprecher genial besetzt (die meisten kennen ihn wohl als den stets etwas ängstlichen Peter von den "3 Fragezeichen"), hat mich Erebos bis zum Schluss gefesselt.

Dabei werden in der Geschichte mehrere Ebenen bedient. Zunächst geht man mit Nick als Dunkelelfen durch die Spielewelt, die schon einige Abenteuer bereit hält und wird in den Sog von Adventurespielen mithineingezogen.

Wirklich gruselig wird es aber, da das Spiel (in der Form des "Boten") nicht nur regelrecht mit ihm kommuniziert, sondern auch seine geheimsten Wünsche zu kennen scheint.

Da immer mehr Schüler der Schule spielen und alle nach und nach Aufträge in der realen Welt zu erledigen haben, wollen sie bei dem Spiel bleiben, wird hintergründig auch die Sogwirkung von Computerspielen thematisiert, Abhängigkeiten und Süchte, wie sie in unserer modernen Medienwelt nicht mehr so selten sind.

Dass diese so erschreckende Auswirkungen haben können, wie hier, erscheint dabei nicht (mehr) so unwahrscheinlich und erinnert in einigen Punkten stark an "Die Welle" von Morton Rhue.

Auch ich konnte mich dem Sog von Erebos nicht entziehen, blieb doch bis kurz vor Schluss die Frage offen, wie all dies möglich ist.


 

Fazit:

Unbedingt hören! Geniales, spannendes Hörbuch, dessen Auflösung man bis zum Schluss entgegen fiebert.



Dienstag, 28. Juli 2015

Freibrief für die Post

Nach meiner Beschwerde bei der Deutschen Post, dass ein von mir gekauftes Buch derart in den Briefkasten gequetscht wurde, dass es regelrecht kaputt gegangen ist, hier nun die Antwort.

Mir hat es wirklich die Sprache verschlagen.
Das ist ein Freibrief für jeden Briefträger. Und nein, ich habe dafür kein Verständnis!

hirn

Sehr geehrte Frau .......,


vielen Dank für Ihre Nachricht.


Es tut uns leid, dass ein für Sie bestimmter Brief mit einem Buch als Inhalt geknickt und dadurch beschädigt zugestellt wurde.


In unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist die Haftung für Schäden ausgeschlossen, die durch nicht ordnungsgemäßes Behandeln von Brief- und briefähnlichen Sendungen ohne Zusatzleistungen entstehen. Daher können wir Ihrem Wunsch nach Schadenseratz leider nicht entsprechen.

Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.
 

Mit freundlichen Grüßen


--

Ihr Kundenservice


Deutsche Post AG

Kundenservice

53247 Bonn

Deutschland 

  (der Smiley fehlte eigentlich in dem Schreiben der Post, obwohl der sehr gut dazu passt)

Donnerstag, 23. Juli 2015

REZENSION: Die Unzerbrechliche

"Ich verschwand im Jahr 2002, und kaum jemand schien es zu bemerken. Ich war einundzwanzig und Mutter eines kleinen Kindes - und eines Nachmittags ging ich in einen Family Dollar Store, um nach dem Weg zu fragen. Die nächsten elf Jahre verbrachte ich eingesperrt in der Hölle. Diesen Teil meiner Geschichte kennen Sie vielleicht schon. Aber da ist noch viel mehr, das Sie nicht ahnen können." - aus dem Vorwort

Autorin: Michelle Knight
Seiten: 289 
Verlag:Bastei

Kurzinhalt: 

Gerade der Hölle zuhause entkommen, in der sie von einem Verwandten über Jahre missbraucht worden ist, kämpft Michelle mit 21 Jahren darum, ihren kleinen Sohn zurück zu bekommen, der aufgrund der schwierigen familiären Lage nicht mehr bei ihr zuhause wohnen darf.
Doch sie sollte ihn nie wieder sehen. Denn am Tag der Anhörung wird Michelle Knight entführt.
Und erst nach 11 unglaublich qualvollen Jahren im Jahr 2013 befreit.

Meine Meinung:

Wäre dieses Buch ein Roman, ich hätte ihn zerrissen. Zu unwahrscheinlich, zuviele Schicksalsschläge der Protagonistin, zuviel Leid. So kann das Leben doch nicht sein, oder?

Aber dieses Buch ist autobiographisch und man kann beim Lesen immer nur entsetzt den Kopf schütteln und sich bei jedem Umblättern fragen, wie ein einzelner Mensch soviel Schreckliches ertragen kann.
Insofern trägt das Buch seinen Titel zurecht: "Die Unzerbrechliche".

Genauso verwundert sieht man die Fotos der fröhlichen jungen Frau, die dem Buch beigefügt sind und Michelle nach ihrem Märtyrum zeigen. Und  es bleibt angesichts ihres Lächelns die Frage, wie sie all dies verkraften konnte.

Vor allem bin ich dankbar, dass sie nicht auch noch die Kommentare einiger deutschen Rezensenten lesen kann, die ernsthaft schreiben, in dem Buch würde sowenig passieren!
Was erwartet denn der geneigte Leser von den Erlebnissen einer Frau, die 11 Jahre eingesperrt war und auf so schreckliche Art und Weise missbraucht worden ist, dass sie es bestimmt nicht in jedem Detail beschreibt?

Mich hat die Vorstellung 11 Jahre meines Lebens eingesperrt zu sein, unglaublich mitgenommen. Zumal der Entführer, Ariel Castro, sich offenbar in unglaublicher Sicherheit wiegen konnte. Nicht nur, dass er Michelle immer wieder mit der Aussage quält, dass ohnehin niemand nach ihr suchen würde. 2003 und 2004 entführt er auch noch zwei weitere Mädchen und nahm sie über Jahre gefangen.

 

Fazit:

Unfassbares Buch, von einer unglaublich starken Frau geschrieben.

Was bleibt, ist für mich persönlich die Frage, warum Amanda Berry und Gina deJesus, die anderen beiden gefangenen Mädchen, in der Öffentlichkeit immer ohne Michelle Knight auftauchten, Interviews gaben und ebenfalls zusammen noch ein Buch schrieben (Hope: Gefangen und missbraucht: Wie wir 10 Jahre in den Fängen des Cleveland-Entführers überlebten ), obwohl Gina nach Michelles Beschreibungen jahrelang an sie selbst gekettet war und sie Amanda so gut wie nie zu Gesicht bekamen.
Was ist NACH der Gefangenschaft passiert? Und entwertet das die erschütternden Erzählungen von Michelle Knight?

Dienstag, 21. Juli 2015

Literatur-Comics


Vor Kurzem habe ich diese Reihe vom Brockhaus-Verlag durch Zufall in der Bibliothek entdeckt: Literatur-Comics.

Fand ich eine spannende Methode, etwaigen Literatur-Muffeln Klassiker näher zu bringen. Oder sich mal in Bücher "einzulesen", die man schon immer mal lesen wollte.
Comics hemmen da sicher etwas die Furcht mal reinzuschauen. Die Bände sind sehr ansprechend gezeichnet und ich war neugierig, wie die literarische Vorlage umgesetzt wird.

Nun muss ich aber sagen, dass ich bereits an "Don Quijote " gescheitert bin. Zwar weiß ich, dass selbst Spanier über die Schwierigkeit des Originaltextes klagen, dennoch frage ich mich bereits nach der Hälfte des Comics, warum dieses Buch so ein "Renner" ist.
Ich finde es ziemlich wirr. Selbst als Comic.

Und das ist sicher die Schwierigkeit der Reihe: viele Seiten auf wenige Sprechblasen und Erklärungen zu reduzieren. Da fehlt manchmal der Hintergrund.

Umso interessanter, dass sich jeweils im Anhang Wissenwertes zur Entstehung des Werkes, zum Autor und seiner Zeit findet.

"Madame Bovary " (das Rollenbild der Frau im 19. Jahrhundert) und "In 80 Tagen um die Welt " (Die industrielle Revoltion und ihre Folgen) fand ich in diesem Kontext sehr interessant.

Was haltet Ihr von dieser Form von "Literatur"?

Sonntag, 19. Juli 2015

Aufreger der Woche!

Was mich echt aufgeregt hat, ist in dieser Woche der Postbote. Da sollte frau dankbar sein, dass sie endlich aufgehört haben zu streiken - dafür quetschen sie jetzt die Briefumschläge in jeden noch so kleinen Briefschlitz.

Ergebnis: ein total zerdrücktes Buch, das ich gerade nageneu bestellt hatte.

Wer ersetzt mir das? Ich war stinksauer!!!

Mittwoch, 8. Juli 2015

Art: Goro Fujita at DeviantArt